Einzeltitel

 

Aristoteles_Ethik

Aristoteles
Nikomachische Ethik

Ins Deutsche übertragen und
eingeleitet von Adolf Lasson

336 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Euro 38,00 [D]
ISBN 978-3-947618-90-3

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Die grundlegende antike Theorie der Lebensziele
und ihrer praktischen Verwirklichung


Zum Werk des Aristoteles

Neben dem hohen Fluge Platons erscheinen die Persönlichkeit und das Lebenswerk des Aristoteles durchweg kühler und nüchterner. Aber wenn ihm der Trieb zum Eingreifen in das öffentliche Leben ebenso abgeht wie der poetische Schmuck der Rede und der Komposition, so tritt dafür um so gewaltiger die überschauende und überwältigende Kraft des Denkens, die Reinheit und Klarheit der wissenschaftlichen Gesinnung, die Sicherheit der Disposition und die Gestaltungskraft geistiger Arbeitsgemeinschaft hervor. Aristoteles ist eine Verkörperung des Geistes der Wissenschaft, wie sie die Welt nicht wieder gesehen hat, und in dieser Richtung hat auch seine unvergleichliche Wirkung auf die Zukunft gelegen: für die Forschung, welche, unbeirrt durch alle Gefühlsinteressen, mit scharfem Blick die Wirklichkeit aufzufassen sucht, wird er immer der führende Denker bleiben. Von der ganzen außerordentlich umfangreichen schriftstellerischen Tätigkeit des Aristoteles ist nur das Geringste, aber das wissenschaftlich Wichtigste erhalten. [Nach Windelband, Lehrbuch der Geschichte der Philosophie]

Der Neusatz des Textes folgt der Ausgabe Jena 1909, erschienen im Verlag Eugen Diederichs.

Inhalt

Vorrede | Zur Einführung in die Ethik des Aristoteles
Vorbemerkung: I. Die Stufenleiter der Zwecke und der höchste Zweck
II. Form und Abzweckung der Behandlung des Gegenstandes
Einleitung: I. Verschiedene Auffassungen vom Zweck des Lebens
II. Kennzeichen und Erreichbarkeit der Eudämonie

Erster Teil: Die sittliche Anforderung
I. Kennzeichen der sittlichen Beschaffenheit und ihrer Betätigung
II. Das freie und das unfreie Handeln
III. Die einzelnen Arten der sittlichen Betätigung
1. Willensstärke gegenüber dem Trieb
2. Das Verhalten zu den äußeren Gütern
3. Verhalten zu den anderen Menschen im Umgang
4. Verhalten im Verkehr der Güter, Gerechtigkeit

Zweiter Teil: Das sittliche Subjekt
I. Verstandesbildung
II. Willensbildung
1. Sittlicher und unsittlicher Wille
2. Wille und Intellekt
3. Der Wille im Verhältnis zu Affekten und Begierden
III. Gefühlsbildung
1. Kritik herrschender Ansichten
2. Die Gefühle und die Tätigkeit
3. Edle und niedere Gefühle

Dritter Teil: Die menschlichen Gemeinschaften
1. Die Bestimmung des Menschen zur Gemeinschaft
2. Arten der Verbindung zwischen den Menschen
3. Freundschaftsverhältnis und Rechtsverhältnis
4. Einzelfragen das Freundschaftsverhältnis betreffend
5. Freundschaftsähnliche Verhältnisse
6. Das Bedürfnis nach Freunden

Vierter Teil: Motive, Ziele und Stufen des sittlichen Lebens
1. Der sittliche Wert der Gefühle
2. Das Leben nach reiner Vernunft
3. Die moralische Betätigung
4. Staat, Gesetz, Zwang im Dienste des sittlichen Lebens
Anmerkungen

Der Autor

Bild Aristoteles

Weit empor ragt über alle seine Genossen in der Akademie Aristoteles von Stageira (384-322). Als Sohn des makedonischen Leibarztes Nikomachos brachte er aus der heimatlichen Schule Neigung für medizinisches und naturwissenschaftliches Wissen mit, als er achtzehnjährig in die Akademie eintrat, in der er früh als literarischer Vertreter und auch als Lehrer, zunächst der Rhetorik, eine verhältnismäßig selbständige Rolle spielte, ohne dabei den Takt einer pietätvollen Unterordnung unter den Meister zu verleugnen. Erst nach Platons Tode trennte er sich äußerlich von der Akademie, indem er zunächst mit Xenokrates seinen Freund Hermeias, den Herrscher von Atarneus und Assos in Mysien, besuchte, dessen Verwandte Pythias er später heiratete. Nach einem, wie es scheint, vorübergehenden Aufenthalte in Athen und in Mytilene übernahm er 344 auf Wunsch Philipps von Makedonien die Erziehung von dessen Sohn Alexander, welche er etwa drei Jahre mit größtem Erfolg leitete. Nachher lebte er einige Jahre in seiner Vaterstadt den wissenschaftlichen Studien mit seinem Freunde Theophrastos und gründete dann 335 mit diesem zusammen in Athen seine eigene Schule, die ihren Sitz im Lyceum hatte und (vermutlich nach dessen schattigen Laubgängen) die peripatetische genannt worden ist. Nach zwölfjähriger großartigster Wirksamkeit verließ er infolge politischer Wirren, makedonisch-monarchischer Gesinnung verdächtigt, Athen und ging nach Chalkis, wo er bereits im folgenden Jahre an einem Magenleiden starb. [Nach Windelband, Lehrbuch der Geschichte der Philosophie]

Zum Übersetzer und Herausgeber

Adolf Lasson (1832-1917) war ein deutscher Philosoph jüdischer Abstammung. Er studierte von 1848 bis 1852 an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin Philologie und Rechtswissenschaft. 1853 trat er zum Christentum über. 1861 promovierte er an der Universität Leipzig. Ab 1874 war er als Dozent der Literatur und Ästhetik am Viktoria-Lyceum und seit 1877 als Privatdozent der Philosophie an der Universität Berlin tätig. In seinen Schriften vertritt er eine durch die Ansichten der historischen Rechtsschule und durch die neuern naturwissenschaftlichen Anschauungen beeinflusste Fortbildung der Hegelschen Lehre.

 

 


 

 

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