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Artemidor

Artemidor
Traumdeutung

Übersetzt und mit Anmerkungen begleitet
von Friedrich S. Krauss

300 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Euro 36,00 [D]
ISBN 978-3-96662-116-8

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Ein Buch über die Symbolik der Träume,
das Sigmund Freud beeinflußte


Zum Text

Die »Traumdeutung« besteht aus fünf Büchern. Die ersten drei Bücher sind einem gewissen Cassius Maximus (vermutlich Maximos von Tyros) gewidmet und waren wohl für ein breiteres Publikum bestimmt. Die Bücher 4 und 5 dagegen schrieb Artemidor angeblich ausschließlich für seinen Sohn, der ebenfalls Traumdeuter war. Das vierte Buch ist dabei eine Verteidigung der Traumdeutung gegen Kritiker und enthält darüber hinaus praktische Ratschläge für den Traumdeuter und Erörterungen theoretischer Probleme der Traumdeutung. Im fünften Buch versucht Artemidor, konkrete Träume und ihre Bedeutung für das wirkliche Leben zu erklären. Träume und Traumsymbole werden als Omina mit günstiger oder ungünstiger Vorbedeutung für den Träumenden ausgelegt. Das Werk des Artemidor ist ein früher Versuch, das scheinbar Chaotische, Sinnlose und Rätselhafte der Träume zu systematisieren und daraus eine gleichsam empirisch gestützte Technik der Deutung zu entwickeln. Darüber hinaus ist das Traumbuch eine wertvolle historische Quelle für das damalige Lebensgefühl, die Sozialgeschichte und die Vorstellungswelt des antiken Menschen in der hohen Kaiserzeit. Bis weit ins 18. Jahrhundert war das Traumbuch ein sehr beliebtes und oft zitiertes Werk; in der Aufklärung verlor es an Popularität und geriet weitgehend in Vergessenheit. Erst Sigmund Freud entdeckte es wieder und zitiert es in seinem Werk »Die Traumdeutung«.

Der Neusatz des Textes folgt der Ausgabe Wien 1881, die unter dem Titel »Symbolik der Träume« im A. Hartleben’s Verlag erschienen ist. Die Orthographie wurde entsprechend den Regeln der Alten deutschen Rechtschreibung behutsam modernisiert. Die wenigen Auslassungen wurden vom Verlag inhaltlich ergänzt.

Der Autor

Artemidor aus Daldis (erste Hälfte 2. Jh.) stammte zwar aus der griechischen Stadt Ephesos in Westkleinasien, benannte sich aber selbst nach der Heimatstadt seiner Mutter, Daldis in Lydien. Seine Lebenszeit fällt wohl in die Jahre nach dem Tod Domitians (96 n. Chr.) bis in die Herrschaft des Antoninus Pius (138 bis 161), der ebenso wie Hadrian im Werk namentlich erwähnt wird. Artemidor unternahm nach eigener Auskunft mehrere Bildungsreisen durch Kleinasien und auf die großen Inseln der Ägäis; er besuchte das griechische Mutterland und Italien. Er übte das Traumdeuten und Wahrsagen, ein zu seiner Zeit übliches Gewerbe, beruflich aus. Artemidor konsultierte auf seinen Reisen auch Wahrsager, die auf Märkten den Leuten ihre Träume deuteten, um auf diese Weise mehr über alte Traumgesichte und deren Erfüllungen zu erfahren. Gebildet und vertraut mit der klassischen griechischen Literatur, rühmt sich Artemidor, dass es kein Buch über Traumdeutung gebe, das er nicht erworben und studiert habe. Artemidor hatte einerseits das Bestreben, die Traumdeutung unter dem Einfluß der Empirischen Schule auf einer empirischen Methode (Beobachtung, Überlieferung, Analogieschluß) zu begründen, andererseits gibt er an, der Gott Apollon selbst habe ihn in Träumen zum Verfassen seines Traumbuchs inspiriert. [Wikipedia]

Zum Übersetzer und Herausgeber

Friedrich Salomon Krauss (1859-1938) österreichischer Ethnologe, Sexualforscher und Slawist stammte aus einer jüdischen Kleinhändlerfamilie. Er studierte von 1877 bis 1881 Klassische Philologie und Geschichte bei Theodor Gomperz an der Universität Wien, wo er 1882 promovierte. Zu seinen ersten Veröffentlichungen zählt die Übersetzung Artemidors »Oneirokritika« (Traumdeutung), auf die sich Sigmund Freud in seiner Traumdeutung bezieht. Im Auftrag des Kronprinzen Rudolf und der Anthropologischen Gesellschaft in Wien führte Krauss eine Forschungsreise in Bosnien, Herzegowina, Slowenien, Kroatien und Dalmatien durch. Von 1891 bis 1901 war Krauss als Sekretär der Israelitischen Allianz in Wien tätig. Er war Herausgeber der »Anthropophyteia«. Von 1914 bis 1919 lehrte er an der Kriegsinvalidenschule. 1908 unterstützte Krauss redaktionell die Gründung der Zeitschrift für Sexualwissenschaft, die Magnus Hirschfeld jedoch nur ein Jahr lang im Leipziger Verlag Georg H. Wigand herausgeben konnte. 1930 beteiligte er sich in Wien am 4. Kongress der Weltliga für Sexualreform. [Wikipedia]

 

 


 

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