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Norbert Bolz
Philosophie nach ihrem Ende

Und andere postmoderne Diskurse

320 Seiten, Broschur
Euro 28,00 [D]; 28,80 [A]; SFr 38,50
ISBN 978-3-924963-13-2

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Einer der renommiertesten Kenner
des postmodernen Diskurses
zum Thema Philosophie und Neue Medien


Kurzdarstellung

Aus dem Vorwort:
Der französische Impuls ging zunächst vom Strukturalismus aus, dann von einer an der Lacanschen Psychoanalyse geschulten Diskursanalyse. Heute stehen wir vor einer neuen Formierung des wahrhaft aktuellen Denkens: als Medientheorie. Nach Jahrzehnten einer Archäologie des Wissens der Gutenberg-Galaxis muß sich das Denken nun einer digitalisierten Welt gewachsen zeigen. An die Stelle der Frage nach Intentionalität und Sinn ist die Frage nach Information und ihrer Verarbeitung getreten. Wir treffen nicht mehr auf Gegenstände, sondern auf black boxes, die dem Beobachter, den man auch gerne User nennt, eine Benutzeroberfläche zeigen. Ihr Output sind Datenströme, deren Unübersehbarkeit das Management von Wissen zum Schlüsselproblem der Gegenwart macht. Das Wissen, nichts zu wissen, ist längst nicht mehr der Anfang aller Weisheit. Heute geht es darum, zu wissen, was man weiß – oder doch wissen könnte. Philosophie nach ihrem Ende ist Wissensdesign – oder ein belangloses Ornament am äußersten Rand der elektronischen Datenverarbeitung. Das hat Folgen für die Form ihrer Theorien. Sie müssen in ihrem Erklärungsanspruch die eigene Halbwertzeit mitreflektieren. Man könnte auch sagen: Philosophische Theorien sollten nur noch mit aufgedrucktem Verfallsdatum verkauft werden – das erspart Enttäuschungen.
Vom dark continent der Wahrheit haben wir uns damit natürlich weit entfernt. Deshalb provozieren Überlegungen, wie sie in diesem Buch vorgelegt werden, häufig den Vorwurf, die Position des Autors, seine eigene Meinung sei nicht klar erkennbar. Der Autor nehme nicht Stellung, sondern beschränke sich auf eine – gar affirmative – Beschreibung des Stands der Dinge. Das trifft zu. »Ich habe überhaupt keine Meinung, sondern experimentiere das Problem nur zutage.« (Kierkegaard)

Inhalt

Vorwort
Das Böse jenseits von Gut und Böse
Ästhetik jenseits von Gut und Böse
Philosophie nach ihrem Ende
Das Selbst und sein Preis
Freud und der wahre Glaube
Kafka und die Aufgabe der Interpretation
Dialektik der Gegenaufklärung
Die Angst vor der Machbarkeit
Strukturen – Diskurse – Medien
Der Computer als Metapher des Geistes
Lost in Cyberspace?
Literaturverzeichnis

Zum Autor

Norbert Bolz, Professor für Philosophie lehrt an der Hochschule Essen. Veröffentlichungen u. a.: Stop making Sense (1989); Auszug aus der entzauberten Welt (1989); Theorie der neuen Medien (1990); Eine kurze Geschichte des Scheins (1991).

 

 

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