Einzeltitel

 

Bruno_Bestie

Giordano Bruno
Die Vertreibung der triumphierenden
Bestie

Aus dem Italienischen übersetzt
und eingeleitet von Paul Seliger

284 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
38,00 [D]
ISBN 978-3-946619-63-5

LIEFERBAR

Kaufen Leseprobe

 

Eine der wichtigsten Programmschriften der beginnenden Neuzeit


Kurzdarstellung

Die »Vertreibung der triumphierenden Bestie« ist eine Darstellung der Grundsätze, nach denen sich eine sittliche Erneuerung der Menschheit vollziehen muß. An die Stelle der rohen Naturgewalten und ungezügelten Triebe sollen die sittlichen, altruistischen, auf das Wohl des gesamten Menschengeschlechts hinzielenden Kräfte treten. Man hat die Meinung ausgesprochen, unter der »triumphierenden Bestie« sei das Papsttum zu verstehen; aber diese Auffassung ist offenbar viel zu eng. Bei der Stellung, die Bruno gegenüber der Beeinträchtigung der freien Forschung durch Papst und Kirche einnahm, ist es nur selbstverständlich, daß er auch in diesem Werk gegen die päpstliche Macht mit aller Schärfe, auch mit Hohn und Spott vorgeht; aber dies geschieht nur, weil er überhaupt alle Tendenzen bekämpft, die sich dem intellektuellen und sittlichen Fortschritt der Menschheit hemmend in den Weg stellen, darunter auch solche, die mit der katholischen Hierarchie nicht das mindeste zu tun haben, so etwa das protestantische Prinzip von der Erlangung der Seligkeit allein durch den Glauben und die calvinistische Lehre von der Prädestination. Das Werk beschäftigt sich mit den sittlichen Gebrechen und Verirrungen der Menschen durchaus im allgemeinsten Sinne, nicht nur in Beziehung auf den geistlichen Stand, dessen tiefe Sittenlosigkeit allerdings in jeder Richtung Gelegenheit genug zu den heftigsten Angriffen bot. [Aus der Einleitung]

Der Autor

Giordano Bruno (1548–1600), war ein italienischer Priester, Dichter, Philosoph und Astronom. Er wurde durch die Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Am 12. März 2000 erklärte Papst Johannes Paul II. nach Beratung mit dem päpstlichen Kulturrat und einer theologischen Kommission, die Hinrichtung sei nunmehr auch aus kirchlicher Sicht als Unrecht zu betrachten. Bruno postulierte die Unendlichkeit des Weltraums und die ewige Dauer des Universums. Damit stellte er sich der damals herrschenden Meinung einer in Sphären untergliederten geozentrischen Welt entgegen. Viel schwerer wog damals, dass seine pantheistischen Thesen von einer unendlichen materiellen Welt keinen Raum für ein Jenseits ließen, da zeitliche Anfangslosigkeit des Universums eine Schöpfung und dessen ewiger Bestand ein Jüngstes Gericht ausschlossen.

Zum Übersetzer und Herausgeber

Paul Seliger, 1853–1910; geboren in Lauban, gestorben in Gautzsch bei Leipzig. Nach dem Philologie- und Philosophiestudium in Berlin wurde er Lehrer und Bibliothekar. Er schrieb philologische Arbeiten, Dramen und Berichte für verschiedene Zeitschriften.

Zum Text

Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der Ausgabe Berlin und Leipzig 1904, erschienen im Magazin-Verlag Jaques Hegner, »Kulturhistorische Liebehaberbibliothek« Band 16; er wurde auf der Grundlage der alten deutschen Rechtschreibung behutsam modernisiert, um das Verständnis und die Lesbarkeit des Textes für den heutigen Nutzer zu verbessern. Druckfehler wurden stillschweigend korrigiert.

 

 

Als PDF downloaden:

Neuerscheinungen 2015

Neuerscheinungen 2016

Neuerscheinungen 2017

 


 

Unser kostenloses kulturelles Angebot:

Max Herrmann-Neisse: Das Land, in dem ich leben möchte

 


 

Sie suchen ein bestimmtes Buch?

Alle Autoren, auch solche in Sammelbänden, sowie Herausgeber, Übersetzer und Illustratoren sind hier oder unter dem Menu Autoren mit den dazugehörigen Titeln gelistet.

 


 

Lieferstatus

  • Der nebenstehende Titel ist als Book On Demand (BoD) - Buchdruck auf Anforderung - über jede Buchhandlung und jeden Internetbuchhändler lieferbar.
  • Natürlich können Sie das Buch auch direkt beim Verlag bestellen.
  • Am einfachsten: Sie clicken auf den KAUFEN-Button und werden direkt zum BoD-Buchshop mit dem gewählten Titel geleitet.

 


 

Quellentexte aus Antike, Mittelalter und Renaissance: