Einzeltitel

 

Dickens_Bleakhaus_1

Charles Dickens
Bleakhaus

Band 1 (Kapitel 1-31)

Mit Illustrationen von Frederick Barnard
und John Gilbert
Aus dem Englischen von Gustav Meyrink

540 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 31 Abbildungen
Euro 38,00 [D]
ISBN 978-3-947618-54-5

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Dickens_Bleakhaus_2

Charles Dickens
Bleakhaus

Band 2 (Kapitel 32-67)

Mit Illustrationen von Frederick Barnard
und F.O.C. Darley
Aus dem Englischen von Gustav Meyrink

540 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 31 Abbildungen
Euro 38,00 [D]
ISBN 978-3-947618-55-2

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Im Jahr 2015 wählten 82 internationale Literaturkritiker und -wissenschaftler den Roman zu einem der bedeutendsten britischen Romane.

 


Zum Text

Der Roman, der in den 1820er Jahren spielt, erschien von März 1852 bis September 1853 in 20 Fortsetzungen mit Illustrationen von Phiz. Bleak House ist einerseits ein Gesellschaftsroman, der das Leben vor allem der englischen Oberschicht sowie ihrer Beziehungen zur Mittel- und Unterschicht im 19. Jahrhundert charakterisiert, andererseits eine satirische Abrechnung mit dem englischen Rechtssystem, insbesondere dem Court of Chancery, der unter anderem Erbschaftsstreitigkeiten regelte. In den letzten Kapiteln enthält das Buch auch Elemente eines Kriminalromans. 2015 wählten 82 internationale Literaturkritiker und -wissenschaftler den Roman zu einem der bedeutendsten britischen Romane. [Wikipedia]

Die Übersetzung von Meyrink folgt der Ausgabe München 1910-1914, erschienen im Albert Langen Verlag. Die Rechtschreibung wurde entsprechend den Regeln der alten deutschen Rechtschreibung modernisiert.

Inhalt

Esther Summerson wächst als Kind bei Miss Barbery auf, ohne zu wissen, daß diese ihre Tante ist oder wer ihre Eltern sind; sie erfährt nur, daß ihre Mutter große Schande über sich gebracht habe. Nach dem Tod ihrer Tante wird Esther von John Jarndyce aufgenommen, einem reichen und wohltätigen Mitglied der Oberschicht, der einer der Beteiligten an dem erwähnten Erbschaftsstreit Jarndyce gegen Jarndyce ist. Sie arbeitet dort als Haushälterin von Bleak House sowie als Gesellschafterin von Ada Clare und deren entfernten Cousin Richard Carstone, zwei weiteren Beteiligten im Rechtsstreit um das Erbe im Jarndyce-Fall, die John Jarndyce als Vormund in Bleak House aufnimmt. Gleichzeitig werden Sir Leicester und seine sehr viel jüngere Frau Lady Dedlock eingeführt, die mithilfe ihres Familienanwalts Tulkinghorn einen Rechtsstreit führen. Es zeigt sich, daß Esther Summerson das Resultat einer vorehelichen Affäre von Lady Dedlock und diese somit ihre Mutter ist. Diese Tatsache muß aber natürlich unbedingt geheim bleiben, und so führt ihre Entdeckung u. a. durch den Anwalt Tulkinghorn zu dramatischen Verwicklungen, die schließlich im Tod von Tulkinghorn und Lady Dedlock kulminieren.Inzwischen haben Ada und Richard geheiratet. Richard ist jedoch ein labiler Charakter, der sich mangels anderer Ziele im Leben auf selbstzerstörerische Weise in den Fall Jarndyce gegen Jarndyce vertieft und seine Lebensplanung völlig auf einen (für ihn und Ada) positiven Ausgang des Verfahrens aufbaut. Als er in einem Strudel aus Schulden, Krankheit und Selbstverachtung zu versinken droht, taucht ein neues, für ihn und Ada günstiges Testament auf. Er eilt mit seiner Frau zum Gericht, wo er in der Tat erfährt, daß das Verfahren Jarndyce gegen Jarndyce nach vielen Jahren endlich geschlossen wurde, allerdings nicht mit einem Urteil, sondern aufgrund der Feststellung, daß das zu verteilende Erbe inzwischen durch Gerichts- und Anwaltskosten aufgezehrt ist. Nach Richards Tod wird Ada mit ihrem Sohn wieder von John Jarndyce in Bleak House aufgenommen. Dieser hatte zwischenzeitlich geplant, Esther Summerson zu heiraten. Er erkennt jedoch ihre Liebe zu Allan Woodcourt, gibt sie für diesen frei und schenkt beiden ein kleines Anwesen auf dem Land. [Wikipedia]

Andersen Märchen 2e

© Boer Verlag

Zum Autor

Charles Dickens wurde 1812 in Landport bei Portsmouth geboren. Als sein Vater 1823 ins Schuldgefängnis in London kam, mußte Dickens bereits in der Jugend als Hilfsarbeiter arbeiten. Nach unregelmäßigem Schulbesuch wurde er 1826 Anwaltsgehilfe und arbeitete als Parlamentsberichterstatter für mehrere Zeitungen. Als Reporter beim »Morning Chronicle« begann er seine Skizzen, die in Buchform als »Pickwick Papers« veröffentlicht wurden und ihn berühmt machten. Von 1836 bis 1841 arbeitete er parallel an verschiedenen Romanen. Es folgten Amerikareisen in der vierziger und sechziger Jahren. Von 1858 an trat er in England und später auch in Amerika als Vorleser seiner eigenen Werke auf, und der Andrang war ungeheuer. Dickens starb 1870 im Alter von 58 Jahren an einem Schlaganfall. Seine Schriften sind in ungezählten Ausgaben verbreitet; in den ersten zwölf Jahren nach seinem Tode wurden über 4 Millionen Exemplare allein in England verkauft.

Andersen Märchen 1

© Boer Verlag

Der Illustrator

Frederick (Fred) Barnard (1846-1896) war ein englischer Illustrator, Karikaturist und Genremaler. Bekannt wurde er durch seine Illustrationen für die Romane von Charles Dickens. Barnard war der Sohn eines Silberschmieds. Er studierte Kunst bei Léon Bonnat in Paris. Seine Werke wurden an der Royal Academy of Art ausgestellt. Als Illustrator arbeitete er für Punch, The Illustrated London News und Harper's Weekly. Im Jahr 1871 wurde Barnard von Chapman und Hall beauftragt, neun Bände der Volksausgabe von Dickens Werk zu illustrieren. Barnard schuf über einen Zeitraum von acht Jahren rund 450 Illustrationen. Am Ende des neunzehnten Jahrhunderts hatte Barnard auch einen Ruf als Porträtist der Aristokratie und der königlichen Familie erworben. Nach dem Tod seines Sohnes Geoffrey im Jahre 1891 geriet Barnard in eine tiefe Depression, die 1896 mit seinem Tod endete.

Der Übersetzer

Gustav Meyrink (eigentlich Gustav Meyer, 1868-1932), war ein österreichischer Schriftsteller und Übersetzer. Bis 1880 besuchte er das Wilhelmsgymnasium in München, dann das Johanneum in Hamburg, bevor er schließlich im Jahre 1883 in Prag sein Abitur machte. Nach dem Besuch der Handelsakademie in Prag (1885-88) wurde Meyrink 1889–1902 Mitinhaber, dann Alleininhaber des Prager Bank- und Wechslergeschäfts Meyer & Morgenstern. Seit 1895 verkehrte Meyrink im Verein deutscher bildender Künstler in Böhmen, in dem u.a. er Rainer Maria Rilke, Emil Orlik, Oskar Wiener und Hugo Steiner begegnete. 1903 ging er nach Wien, wo er die Redaktion der Wiener Satirezeitschrift »Lieber Augustin« übernahm. 1906 folgte ein Umzug nach München. 1907 erhielt Meyrink die bayerische Staatsangehörigkeit. Bis 1908 arbeitete Meyrink für die literarische Monatsschrift »März«. Von 1909 bis 1914 übersetzte er ausgewählte Werke von Charles Dickens. 1915 erschien sein erfolgreichster Roman Der Golem, mit dessen Vorarbeiten er bereits 1907 in München begonnen hatte. 1927 konvertierte Gustav Meyrink vom Protestantismus zum Mahayana-Buddhismus. 1928 kam es zum Verkauf des Hauses in Starnberg, wo Meyrink seit 1920 gewohnt hatte. Am 4. Dezember 1932 starb Meyrink in Starnberg und wurde drei Tage später auf dem Friedhof des Ortes beerdigt. Die Zentren seines literarischen Schaffens waren Prag und München. Als einer der Ersten im deutschen Sprachraum (nach Paul Scheerbart und E. T. A. Hoffmann) verfasste Meyrink phantastische Romane. Während sein Frühwerk mit dem Spießbürgertum seiner Zeit abrechnet, befassen sich seine späteren, häufig im alten Prag spielenden Werke hauptsächlich mit übersinnlichen Phänomenen und dem metaphysischen Sinn der Existenz. Arno Schmidt hielt die Meyrinksche Übersetzung der Dickens-Werke für die beste aller bisher bekannten.

 

 


 

 


 

 

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