Einzeltitel

 

Dickens_Schwere Zeiten

Charles Dickens
Schwere Zeiten

Mit Illustrationen von Thomas Dalziel
und F.O.C. Darley

Aus dem Englischen von Carl Kolb
Herausgegeben von Paul Th. Hoffmann

344 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 7 Abbildungen
Euro 32,80 [D]
ISBN 978-3-947618-63-7

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Die englische Gesellschaft im Spiegel der industriellen Revolution

 


Zum Text

»Schwere Zeiten« (Originaltitel: »Hard Times«), auch oft im Deutschen unter dem Titel »Harte Zeiten« erschienen, ist ein sozialktitischer Roman des erfolgreichen Autors aus dem Jahr 1854. Er beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Folgen der frühen Industrialisierung Englands. Der Roman erschien wie viele andere als Fortsetzung in der Zeitschrift »Household Words«. Dickens, der auch Herausgeber dieser Zeitschrift war, verzichtete in der Erstausgabe auf Illustrationen, die sonst in seinen Romanen obligatorisch waren. Unsere Ausgabe orientiert sich an der Luxusedition die bei Estes & Lauriat 1890 in Boston erschien. Sie wird ergänzt durch zwei Stiche von F.O.C. Darley.

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© Boer Verlag

Zum Autor

Charles Dickens wurde 1812 in Landport bei Portsmouth geboren. Als sein Vater 1823 ins Schuldgefängnis in London kam, mußte Dickens bereits in der Jugend als Hilfsarbeiter arbeiten. Nach unregelmäßigem Schulbesuch wurde er 1826 Anwaltsgehilfe und arbeitete als Parlamentsberichterstatter für mehrere Zeitungen. Als Reporter beim »Morning Chronicle« begann er seine Skizzen, die in Buchform als »Pickwick Papers« veröffentlicht wurden und ihn berühmt machten. Von 1836 bis 1841 arbeitete er parallel an verschiedenen Romanen. Es folgten Amerikareisen in der vierziger und sechziger Jahren. Von 1858 an trat er in England und später auch in Amerika als Vorleser seiner eigenen Werke auf, und der Andrang war ungeheuer. Dickens starb 1870 im Alter von 58 Jahren an einem Schlaganfall. Seine Schriften sind in ungezählten Ausgaben verbreitet; in den ersten zwölf Jahren nach seinem Tode wurden über 4 Millionen Exemplare allein in England verkauft.

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© Boer Verlag

Die Illustratoren

Thomas Dalziel (1823-1906) war ein englischer Illustrator. Er hat viele Illustrationen für Bücher des Familienunternehmens »Gebrüder Dalziel« produziert. Einige Kritiker beurteilen sein Werk als handwerklich solide, aber uninspiriert, andere halten Thomas Dalziels Illustrationen für überdurchschnittlich. so etwa für Bunyans »Pilgrim's Progress« und »The Arabian Nights«.

Der Übersetzer

Gustav Meyrink (eigentlich Gustav Meyer, 1868-1932), war ein österreichischer Schriftsteller und Übersetzer. Bis 1880 besuchte er das Wilhelmsgymnasium in München, dann das Johanneum in Hamburg, bevor er schließlich im Jahre 1883 in Prag sein Abitur machte. Nach dem Besuch der Handelsakademie in Prag (1885-88) wurde Meyrink 1889–1902 Mitinhaber, dann Alleininhaber des Prager Bank- und Wechslergeschäfts Meyer & Morgenstern. Seit 1895 verkehrte Meyrink im Verein deutscher bildender Künstler in Böhmen, in dem u.a. er Rainer Maria Rilke, Emil Orlik, Oskar Wiener und Hugo Steiner begegnete. 1903 ging er nach Wien, wo er die Redaktion der Wiener Satirezeitschrift »Lieber Augustin« übernahm. 1906 folgte ein Umzug nach München. 1907 erhielt Meyrink die bayerische Staatsangehörigkeit. Bis 1908 arbeitete Meyrink für die literarische Monatsschrift »März«. Von 1909 bis 1914 übersetzte er ausgewählte Werke von Charles Dickens. 1915 erschien sein erfolgreichster Roman Der Golem, mit dessen Vorarbeiten er bereits 1907 in München begonnen hatte. 1927 konvertierte Gustav Meyrink vom Protestantismus zum Mahayana-Buddhismus. 1928 kam es zum Verkauf des Hauses in Starnberg, wo Meyrink seit 1920 gewohnt hatte. Am 4. Dezember 1932 starb Meyrink in Starnberg und wurde drei Tage später auf dem Friedhof des Ortes beerdigt. Die Zentren seines literarischen Schaffens waren Prag und München. Als einer der Ersten im deutschen Sprachraum (nach Paul Scheerbart und E. T. A. Hoffmann) verfasste Meyrink phantastische Romane. Während sein Frühwerk mit dem Spießbürgertum seiner Zeit abrechnet, befassen sich seine späteren, häufig im alten Prag spielenden Werke hauptsächlich mit übersinnlichen Phänomenen und dem metaphysischen Sinn der Existenz. Arno Schmidt hielt die Meyrinksche Übersetzung der Dickens-Werke für die beste aller bisher bekannten.

 

 


 

 

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