Einzeltitel

 

Dickens_Weihnachtsabend

Charles Dickens
Der Weihnachtsabend

Eine Geistergeschichte
Illustrationen von Arthur Rackham
Aus dem Englischen von Julius Seybt

120 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 32 Bildern, davon 12 farbig
Großformat 19 x 27 cm
Euro 36,80 [D]
ISBN 978-3-947618-49-1

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Das beliebteste Werk Charles Dickens,
wunderbar illustriert von Arthur Rackham.

 


Zum Text

Die schönste Verklärung des Weihnachtsfestes im bürgerlichen Leben des vergangenen Jahrhunderts hat zweifellos Dickens mit seinen berühmten Weihnachtserzählungen geliefert. Diese Erzählungen schrieb er auf der Höhe seiner dichterischen Entwicklung: »Das Weihnachtslied« (Christmas Carol) im Jahre 1843, »Das Heimchen am Herde« (The cricket on the hearth) im Jahre 1845 und die beiden übrigen auf Reisen im Ausland. Das Christfest, das Dickens so gern mit aller Poesie, die er aufbringen konnte, schildert, ist nun nicht etwa aus einem besonders tief-innigen religiösen Verhältnis heraus gesehen und dargestellt: es ist ihm nicht um die hohe Symbolik der Geburt des Heilands in den dunkelsten Tagen des Jahres zu tun; und alle mystische Vertiefung liegt ihm völlig fern. Er erfaßt das Weihnachtsfest mit rein irdischem, diesseitigem Behagen; und dies Behagen eben ist es, was seine Erzählungen so anziehend und anheimelnd macht: es ist durchwoben von einer allgemeinen Menschlichkeit, von wohltuender Wärme und Herzlichkeit. Es ist darinnen der himmelhelle Glaube, daß das Leben doch im Grunde gar nicht so schwer sei, sondern leicht und glücklich gestaltet werden könnte, wenn die Menschen nur wollen. Dickens ist überzeugt von der Fähigkeit des Menschenherzens, sich zu läutern, besser, anders zu werden. Er glaubt daran, daß jeder, der es redlich meint, ein »neues Leben« beginnen kann, wie es Scrooge, wie es Mr. Warden mit Erfolg tun. Er ist des Sieges des Guten in der Welt sicher, und so bekämpft er Ansichten des Pessimismus und Skeptizismus, daß unser Dasein nur eine schlechte sinnlose Narrenkomödie darstellt. Er weist auf die »Helden und Heldinnen des Alltags« und zeigt, wie auch in einfachen Bürgerhäusern, fern von der heroischen Geste des Kriegerlebens, wahrer Opfermut und Edelsinn gedeihen. Das alles ist nicht tief ergrübelt, nicht als Ergebnis einer scharf nachsinnenden Philosophie gewonnen, sondern ein Stück praktischer Weltweisheit, die darum um so mehr ungezählte Scharen von Lesern begeistert hat, als diese Erkenntnis im Gewande heiterer leichter Dichtung erscheint. [Aus der Einleitung zu der Ausgabe von 1927]

Der Text folgt der Ausgabe Berlin 1877, erschienen in der G. Grote'schen Verlagsbuchhandlung. Die Rechtschreibung wurde behutsam modernisiert.

Andersen Märchen 1 Andersen Märchen 2

© Boer Verlag

Inhalt

Erstes Kapitel: Marleys Geist
Zweites Kapitel: Der erste der drei Geister
Drittes Kapitel: Der zweite der drei Geister
Viertes Kapitel: Der letzte der drei Geister
Fünftes Kapitel: Das Ende

Zum Autor

Charles Dickens

Charles Dickens wurde 1812 in Landport bei Portsmouth geboren. Als sein Vater 1823 ins Schuldgefängnis in London kam, mußte Dickens bereits in der Jugend als Hilfsarbeiter arbeiten. Nach unregelmäßigem Schulbesuch wurde er 1826 Anwaltsgehilfe und arbeitete als Parlamentsberichterstatter für mehrere Zeitungen. Als Reporter beim »Morning Chronicle« begann er seine Skizzen, die in Buchform als »Pickwick Papers« veröffentlicht wurden und ihn berühmt machten. Von 1836 bis 1841 arbeitete er parallel an verschiedenen Romanen. Es folgten Amerikareisen in der vierziger und sechziger Jahren. Von 1858 an trat er in England und später auch in Amerika als Vorleser seiner eigenen Werke auf, und der Andrang war ungeheuer. Dickens starb 1870 im Alter von 58 Jahren an einem Schlaganfall. Seine Schriften sind in ungezählten Ausgaben verbreitet; in den ersten zwölf Jahren nach seinem Tode wurden über 4 Millionen Exemplare allein in England verkauft. [Bildquelle: Wikipedia, Foto: Jeremiah Gurney]

Zum Illustrator

Arthur Rackham

Arthur Rackham (1867-1939), in London geboren wurde durch seine zahlreichen Buchillustrationen, insbesondere für Volksmärchen und andere Kinderbücher, bekannt. Ab 1892 begann er für »The Westminster Budget« als Reporter und Illustrator zu arbeiten. Seine ersten Buchillustrationen erschienen ein Jahr später. Von da an illustrierte er bis zu seinem Tod unzählige weitere Bücher wie »Alice im Wunderland«, Äsops »Fabeln« und Shakespeares »Ein Sommernachtstraum«. 1906 gewann Rackham die Goldmedaille der Weltausstellung in Mailand, eine weitere folgte 1911 anlässlich der internationalen Ausstellung von Barcelona. 1914 wurden seine Werke im Louvre ausgestellt. Arthur Rackham starb 1939 in seinem Haus an Krebs. [Bildquelle: Wikipedia, Selbstbildnis von 1934]

Der Übersetzer

Julius Seybt (Geburtsjahr unbekannt, gest. 1871 in Mülhausen) war ein deutscher Autor und Übersetzer von literarischen Werken. Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine Übersetzungen von Werken von Charles Dickens und der Gedichte von Percy Bysshe Shelley. Seybt war Mitarbeiter der Leipziger Zeitschrift »Die Grenzboten« und Redakteur der »Neuen Mühlhauser Zeitung«.

 

 


 

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