Einzeltitel

 

Fallada_Altes_Herz

Hans Fallada
Altes Herz geht auf die Reise

 

260 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Euro 28,00 [D]
ISBN 978-3-96662-028-4

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Falladas Roman sind bis heute aktuell – nicht zuletzt
durch die vielen Verfilmungen.

 


Zum Text

Der vorliegende Roman erschien zuerst im Jahre 1936. Dieser etwas ungewöhnliche Roman Falladas beeindruckt durch seine unterhaltsame Geschichte, seine skurilen und sympathischen Personen sowie den dramaturgisch spritzigen Handlungsfluß. Schon 1938 wurde dieser Text erfolgreich verfilmt.

Der Text des Neusatzes folgt der Erstausgabe von 1936, erschienen im Rowohlt Verlag.

Der Autor

Fallada

Hans Fallada (eigentlich Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen, 1893-1947), war ein deutscher Schriftsteller. Rudolf Ditzen wurde in der pommerschen Universitätsstadt Greifswald geboren. Nach dem Umzug der Familie nach Berlin besuchte er dort mehrere Gymnasien; später bis 1911 auch in Leipzig, dann in Rudolstadt. Fallada verließ das Gymnasium ohne Abschluß. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldete er sich als Kriegsfreiwilliger, wurde jedoch als untauglich abgewiesen. Aufgrund seiner Alkohol- und Morphinsucht verbrachte er die Zeit von 1917 bis 1919 hauptsächlich in Entzugsanstalten und Privatsanatorien. In diese Zeit fielen auch erste schriftstellerische Versuche im Rowohlt Verlag, die jedoch keinen Erfolg hatten. Finanziell hielt er sich mit Gelegenheitstätigkeiten über Wasser. Ab 1928 arbeitet Fallada als Anzeigenwerber und Reporter für den »General-Anzeiger«. 1932 veröffentlichte er den Roman »Kleiner Mann - was nun?« Dieser wurde zum Bestseller, fand international Anerkennung und war für Fallada der Durchbruch als Schriftsteller. 1933 wurde Fallada denunziert und kam kurzzeitig in Haft. Nach Carwitz umgezogen, schrieb er weitere Romane, darunter auch den sozialkritischen Roman »Wer einmal aus dem Blechnapf frißt«. 1938 lernte er die 18-jährige Marianne Portisch kennen, Autorin mehrerer Frauenbiographien. Die folgende Ehe wurde 1944 geschieden. Wie andere Autoren, die in der Zeit des Nationalsozialismus nicht emigriert waren, bemühte sich auch Fallada um Anerkennung und paßte seine Werke dem Geist der Stunde an. Von staatlicher Seite her waren seine Bücher zunächst umstritten, bis er sich politisch unverfänglicher Unterhaltungsliteratur zuwandte. 1946 eskalierte Falladas Morphinkonsum. Die Folge war ein Suizidversuch, den sein Nachbar verhindern konnte. Es folgte erneut ein Krankenhausaufenthalt in Niederschönhausen. Ende 1946 wurde Fallada in die Nervenklinik der Berliner Charité eingewiesen. Innerhalb eines Monats schrieb er dort in schlechtem körperlichem Zustand den Roman »Jeder stirbt für sich allein«. Im Januar 1947 wurde er erneut ins Krankenhaus Niederschönhausen eingewiesen, wo er am Anfang Februar im Alter von 53 Jahren an den Folgen seines Morphinkonsums starb.

Fallada wandte sich spätestens 1931 mit »Bauern, Bonzen und Bomben« gesellschaftskritischen Themen zu. Fortan prägten ein objektiv-nüchterner Stil, anschauliche Milieustudien und eine überzeugende Charakterzeichnung seine Werke. Der Welterfolg »Kleiner Mann - was nun?«, der vom sozialen Abstieg eines Angestellten am Ende der Weimarer Republik handelt, sowie die späteren Werke »Wolf unter Wölfen«, »Jeder stirbt für sich allein« und der postum erschienene Roman »Der Trinker« werden der sogenannten Neuen Sachlichkeit zugerechnet. [Quelle: Wikipedia]

Inhalt

Professor Gotthold Kittguß führt ein zurückgezogenes Leben, das vorrangig durch seine Bücher bestimmt wird. Alle praktischen Dinge des Lebens erledigt seine Haushälterin, die Witwe Müller. Eines Tages erscheint bei ihm ein fremder Junge, der einen Hilferuf seines 17-jährigen Patenkindes Rosemarie überbringt. Sie ist die Tochter eines verstorbenen Pastorenfreundes und lebt bei den Schliekers, ihren so genannten Pflegeeltern, in dem kleinen Ort Usadel. Die Schliekers verwalten Rosemaries Erbteil, sind jedoch bestrebt, den Hof in ihren Besitz zu bringen. Sie behandeln Rosemarie wie ihre Dienstmagd und lassen sie unter unwürdigen Bedingungen leben. Nach kurzem Zögern macht sich Professor Kittguß auf den Weg nach Usadel, um seinem Patenkind zu helfen. Doch dort wird er nicht gerade freundlich empfangen und schließlich sogar in einen Keller eingesperrt. Rosemarie befreit ihn und bringt ihn in ein geheimes Versteck, in eine nahe gelegene Fischerhütte. Dort erlebt Kittguß das gutherzige Wesen von Rosemarie, die sich selbstlos auch für die anderen Kinder des Dorfes einsetzt. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen Schlieker auf, der mit allen Mitteln versucht, Rosemarie um ihr Erbe zu bringen und den Professor bei den Behörden zu denunzieren, indem er ihm ein Verhältnis mit Rosemarie andichtet. Auch Schliekers Frau leidet sehr unter der bösartigen Wesensart ihres Mannes. In ihrer Verzweiflung zündet sie den Hof an, der bis auf die Grundmauern niederbrennt. Bewegt und beeindruckt von den Ereignissen im Dorf, entschließt sich Professor Kittguß zusammen mit seiner Patentochter in der Fischerhütte zu wohnen und sein Leben von Grund auf zu ändern.

 

 


 

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