Einzeltitel

 

Freud_Traumdeutung

Sigmund Freud
Die Traumdeutung

Über den Traum

660 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Euro 78,00 [D]
ISBN 978-3-947618-13-2

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Eines der Hauptwerke Sigmund Freuds

 


Der Text

»Der Fortschritt wissenschaftlicher Erkenntnis hat auch die »Traumdeutung« nicht unberührt gelassen. Als ich sie 1899 niederschrieb, bestand die »Sexualtheorie« noch nicht, war die Analyse der komplizierteren Formen von Psychoneurosen noch in ihren Anfängen. Die Deutung der Träume sollte ein Hilfsmittel werden, um die psychologische Analyse der Neurosen zu ermöglichen; seither hat das vertiefte Verständnis der Neurosen auf die Auffassung des Traumes zurückgewirkt. Die Lehre von der Traumdeutung selbst hat sich nach einer Richtung weiterentwickelt, auf welche in der ersten Auflage dieses Buches nicht genug Akzent gefallen war. Durch eigene Erfahrung wie durch die Arbeiten von W. Stekel und anderen habe ich seither den Umfang und die Bedeutung der Symbolik im Traume (oder vielmehr im unbewußten Denken) richtiger würdigen gelernt. So hat sich im Laufe dieser Jahre vieles angesammelt, was Berücksichtigung verlangte. Ich habe versucht, diesen Neuerungen durch zahlreiche Einschaltungen in den Text und Anfügung von Fußnoten Rechnung zu tragen. Wenn diese Zusätze nun gelegentlich den Rahmen der Darstellung zu sprengen drohen, oder wenn es doch nicht an allen Stellen gelungen ist, den früheren Text auf das Niveau unserer heutigen Einsichten zu heben, so bitte ich für diese Mängel des Buches um Nachsicht, da sie nur Folgen und Anzeichen der nunmehr beschleunigten Entwicklung unseres Wissens sind. Ich getraue mich auch vorherzusagen, nach welchen anderen Richtungen spätere Auflagen der Traumdeutung – falls sich ein Bedürfnis nach solchen ergeben würde – von der vorliegenden abweichen werden. Dieselben müßten einerseits einen engeren Anschluß an den reichen Stoff der Dichtung, des Mythus, des Sprachgebrauchs und des Folklore suchen, anderseits die Beziehungen des Traumes zur Neurose und zur Geistesstörung noch eingehender, als es hier möglich war, behandeln.« [Sigmund Freud im Vorwort zur dritten Auflage 1911]

Der Text folgt der achten Auflage 1929; er wurde mit der Ausgabe der »Gesammelten Werke« verglichen, korrigiert und neu gesetzt.

Inhalt

Die Traumdeutung: I. Die wissenschaftliche Literatur der Traumprobleme | A) Beziehung des Traumes zum Wachleben | B) Das Traummaterial — Das Gedächtnis im Traum | C) Traumreize und Traumquellen | D) Warum man den Traum nach dem Erwachen vergißt? | E) Die psychologischen Besonderheiten des Traumes | F) Die ethischen Gefühle im Traume | G) Traumtheorien und Funktion des Traumes | H) Beziehungen zwischen Traum und Geisteskrankheiten | II. Die Methode der Traumdeutung. Die Analyse eines Traummusters | III. Der Traum ist eine Wunscherfüllung | IV. Die Traumentstellung | V. Das Traummaterial und die Traumquellen | A) Das Rezente und das Indifferente im Traum | B) Das Infantile als Traumquelle | C) Die somatischen Traumquellen | D) Typische Träume | a) Der Verlegenheitstraum der Nacktheit | b) Die Träume vom Tod teurer Personen | c) Der Prüfungstraum | VI. Die Traumarbeit | A) Die Verdichtungsarbeit | B) Die Verschiebungsarbeit | C) Die Darstellungsmittel des Traums | D) Die Rücksicht auf Darstellbarkeit | E) Die Darstellung durch Symbole im Traume – Weitere typische Träume | F) Beispiele-Rechnen und Reden im Traum | G) Absurde Träume. Die intellektuellen Leistungen im Traum 428 | H) Die Affekte im Traume | I) Die sekundäre Bearbeitung | VII. Zur Psychologie der Traumvorgänge | A) Das Vergessen der Träume | B) Die Regression | C) Zur Wunscherfüllung | D) Das Wecken durch den Traum. Die Funktion des Traumes. Der Angsttraum | E) Der Primär- und der Sekundärvorgang. Die Verdrängung | F) Das Unbewußte und das Bewußtsein. Die Realität | VIII. Literaturverzeichnis | A) Bis zum Erscheinen der 1. Auflage (1900) | B) Aus der Literatur seit 1900.
Über den Traum

Zum Autor

Sigmund Freud (1856-1939), österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe, Kulturtheoretiker und Religionskritiker. Er war der Begründer der Psychoanalyse und gilt als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Seine Theorien und Methoden werden bis heute angewendet und diskutiert. Er studierte ab 1873 in Wien Medizin und promovierte 1879. Von 1882 bis 1885 arbeitete Freud im Laboratorium für Gehirnanatomie am Wiener Allgemeinen Krankenhaus . Eine Reise nach Paris und der Kontakt zu Charcot am Hôpital Salpêtrière vermittelten ihm das Problem der Hysterie sowie Fragen der Auswirkung von Suggestion und Hypnose. Nach seiner Habilitation 1885 erhielt Freud im September eine Privatdozentur für Neuropathologie an der Universität Wien. Parallel dazu ließ er sich 1886 in Wien als Arzt nieder. Seit der 1890er Jahre verfolgte er das psychoanalytische Verfahren Josef Breuers, das er selbstständig weiterentwickelte. 1917 stellte er in der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse seine Entdeckung der Macht des Unbewussten in eine Reihe mit den Theorien von Nikolaus Kopernikus und Charles Darwin. 1920 wurde Freud zum ordentlichen Professor ernannt. In den 1920er Jahren erscheinen weitere von Freuds zentralen Werken, die seinen – bereits durch die Traumdeutung begründeten – internationalen Ruhm als Begründer und wichtigster Vertreter der Psychoanalyse festigen. 1930 verlieh die Stadt Frankfurt Freud den Goethepreis. 1938 emigrierte Freud mit seiner Familie über Paris nach London, wo er 1939 starb.

 

 


 

 

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