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Rudolf Maresch
Zukunft oder Ende

Standpunkte – Analysen – Entwürfe

504 Seiten, Broschur
Euro 58,00 [D]; 59,70 [A]; SFr 77,90
ISBN 978-3-924963-55-2

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Prominente Autoren diskutieren Themen,
die unter dem Schlagwort »Postmoderne«
in neuem Licht erscheinen


Kurzdarstellung

Von dieser Aufforderung in unbekannte Welten aufzubrechen und nach neuen Wegen und Pfaden, neuen Möglichkeiten und Durchgängen, neuen Chancen und Aufmerksamkeiten Ausschau zu halten, ohne in die darin zum Vorschein kommende anthropologische Hybris zu fallen, davon zeugen die hier versammelten Beiträge. Sie legen aber auch Zeugnis ab von der Vielfalt der Optionen, der Ungewißheit aller Ausgänge, von den Schwierigkeiten und Unsicherheiten, in die sich Projekte und Programme verwickeln, die gegenwärtig neue Dispositive für neue Spielzüge auskundschaften wollen oder gar nach neuen Verteilungen, Bündnissen und Verkettungen suchen. Die Zeit ist derzeit wohl (noch) nicht reif für solche Nachfragen oder: Es gibt sie einfach (noch) nicht. Der Vorschlag, in der gezielten Durchforstung der Katastrophen des Denkens den kantischen »Schlüssel für die gemeinsame Zukunft des Menschengeschlechts zu finden«, ist in der gegenwärtigen Lage wohl genauso vermessen, wie die Hoffnung, soziale Bewegungen und innovative Kräfte könnten nach Aufspüren gegenproduktiver Denk- und Handlungsmuster dazu verleiten werden, die Umkehrung der Machtverhältnisse auf politisch-strategischer Ebene erneut zu probieren. Gleichwohl zeigt sich quer über alle Widerstreitigkeiten hinweg in allen Essays und Gesprächen ein nachhaltiges Bemühen um den Gewinn einer anderen »Haltung zum Denken«, der »allgemeinen, kritischen Haltung«, wie Foucault das zu Lebzeiten genannt hat. Sie beinhalten das, was Lyotard allen Intellektuellen zur allgemeinen(!) »Vorschrift« macht: mit und in all ihrem Denken und Schreiben Widerstand zu leisten, um »die Ankunft einer unerwarteten Zukunft« zugleich zu ver- und zu bewahren.

Inhalt

Rudolf Maresch: Im Übergang begriffen – ohne »Wohin«? Einleitende Bemerkungen zur Genese eines Programms
Wolfgang Welsch: Ach, unsere Finaldiskurse... Wider die endlosen Reden vom Ende
Joachim Koch: Keine Angst vor blauen Flecken
Walter Seitter: Wider das Epochen-Pathos
Hans Ulrich Gumbrecht: Ende des Theorie-Jenseits?
Frank Böckelmann: Wer will überleben?
Dietmar Kamper: Die gut verpaßte Emanzipation oder wie das Subjekt endlich zu seiner Freiheit kam
Dietmar Kamper – Rudolf Maresch: Unversöhnlicher als jedes Machtsystem
Dietmar Kamper: Selbstverhütung in unantastbarer Würde oder Verausgabung im Begehren des Anderen
Gerburg Treusch-Dieter: Lückenhafte Bemerkungen zu Müttern und Amazonen mit einem unausgedachten Schluß
Hanne Hofherr: Frauenszenen – Impressionen aus einer Stadt
Claudia Gehrke: Die Zukunft der Frauenbewegung
Elfriede Jelinek – Rudolf Maresch: Nichts ist verwirklicht. Alles muß jetzt neu definiert werden
Eva Meyer: Wie eine Jungfrau
Karin Rick: Immer dem Phantasma nach Eine exemplarische Skizze des zeitgenössischen Mannes
Elisabeth Weber: »I'm a fool to want you«
Hans-Martin Schönherr-Mann: Negative Ökologie als große Erzählung?
Guido Pollak: Bemerkungen zu dem im Umkreis des »postmodernen Diskurses« proklamierten »Ende der Erziehung«
Helmut Heid: Über die »Errungenschaften« pädagogischer Abstraktionen
Dieter Lenzen: Pädagogik – eine kultische Form der Inszenierung von Paradoxien? Vom paradoxen zum polydoxen pädagogischen Denken
Michael Makropoulos: Inkohärenz als Lebensform
Hermann Schwengel: Europäische Gewaltenteilung. Kosmopolis und Leviathan
Norbert Bolz: Politik des Posthistoire
Peter Engelmann: Politiken der Differenz – Hegel und Derrida Dekonstruktion als Politische Philosophie
Oskar Negt: Keinen Augenblick mehr allein gelassen. Medien-Wirklichkeit und Erfahrungsverlust
Friedrich Kittler: Vom Take-Off der Operatoren
Hannes Böhringer: Zombie auf der Couch
Rudolf Maresch: In der Höhle der Endlosschleife
Siegfried J. Schmidt – Rudolf Maresch: Es gibt keine Entwicklung, von der man sagen könnte, da geht es hin!
Reinhard Knodt: »Das Alpendorf« Zur Frage einer Naturästhetik im technischen Raum
Christine Pries – Rudolf Maresch: Auf der Suche nach einer kritischen Perspektive
Josef Früchtl: Der mündige Dandy – Foucaults Ethik der (Post)Moderne
Wilhelm Schmid: »Ich bin mein Stil«. Zum Verhältnis von Kunst und Lebenskunst bei Paul Klee
Christoph Menke: Das Leben als Kunstwerk gestalten? Zur ironischen Dialektik der postmodernen Ästhetisierung
Hauke Brunkhorst: Der vornehme Ton: Vom Mandarin zur Postmoderne
Christina von Braun: Der Mythos der »Unversehrtheit« in der Moderne. Zur Geschichte des Begriffs »Die Intellektuellen«
Rudolf Maresch: Intellektuellen-Morgendämmerung Plädoyer für Dissidenz und (mehr) Unverantwortlichkeit(en)
Vilém Flusser: Zukunft oder Ende
Gernot Böhme: Jenseits radikaler Vernunftkritik
Niklas Luhmann: Die Beschreibung der Zukunft
Jean Baudrillard: Weder Zukunft noch Ende – Die Reversion der Geschichte

Zum Herausgeber und Autor

Rudolf Maresch, Sozialwissenschaftler und Pädagoge, arbeitet als Lehrer in Regensburg.

 

 

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