Einzeltitel

 

Milton_Pressefreihei

John Milton
Areopagitica
Eine Rede für die Pressefreiheit

an das Parlament von England 1644

Aus dem Englischen übersetzt
von Richard Roepell

76 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
19,80 [D]
ISBN 978-3-947618-81-1

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Hier führt uns ein Autor des 17. Jahrhunderts vor,
welche Probleme wir heute noch haben.


Der Autor

John Milton (1608–1674), englischer Dichter, Denker und Staatsbediensteter unter Oliver Cromwell. Milton beschäftigte sich in seinen Gedichten und Prosawerken mit persönlicher Schuld, drückte sein Streben nach Freiheit und Selbstbestimmung aus und behandelte die dringenden Angelegenheiten und politischen Unruhen seiner Zeit. Er schrieb in englischer, lateinischer und italienischer Sprache und wurde schon zu Lebzeiten weltberühmt. Der frühe Aufklärer war einflußreich, aber vor allem wegen seines entschiedenen Eintretens für ein republikanisches Regierungssystem auch umstritten. Seine unter Vorzensur entstandene Areopagitica gehört zu den bedeutendsten Werken für Rede- und Pressefreiheit der Geschichte. Sein bekanntestes Werk ist das epische Gedicht Paradise Lost (Das verlorene Paradies). Bis heute ist sein Einfluß in der angelsächsischen Literatur und Kultur sichtbar. [Wikipedia]

Zum Text

Neusatz nach der Ausgabe Berlin 1851, erschienen im Verlag von Veit und Comp. Der Text wurde behutsam entsprechend den Regeln der alten deutschen Rechtschreibung modernisiert.

Zitate

»... wofern nur die Wahrheit auch im Felde ist, tun wir Unrecht, deren Kraft durch Zensieren und Verbieten zu bezweifeln. Laßt sie und die Falschheit miteinander ringen; wer hat jemals erkannt, daß die Wahrheit den Kürzeren gezogen hat in einem freien und offenen Kampf? Die Widerlegung ist die beste und sicherste Unterdrückung der Unwahrheit.«

»Wer wird alle Unterhaltung unserer männlichen und weiblichen Jugend, wie es jetzt Sitte des Landes ist, überwachen? Wer wird festsetzen, worüber sich zu unterhalten erlaubt ist, was vorgenommen werden kann und was nicht? Endlich wer wird alle bösen Zusammenkünfte, alle schlechte Gesellschaft verbieten und auseinandertreiben? Diese Dinge werden sein und müssen sein, aber wie sie am wenigsten schädlich, am wenigsten verführerisch sind, hierin besteht die ernste Regierungsweisheit des Staats. Sich aus der Welt in atlantische und utopische Politien, welche niemals zur Anwendung gebracht werden können, zurückzuziehen, das wird unsern Zustand nicht verbessern, wohl aber weise zu herrschen, wie es in dieser Welt des Übels, in deren Mitte uns Gott nun einmal gesetzt hat, möglich ist.«

Der Übersetzer

Richard Roepell (1808-1893), Historiker, Hochschullehrer und Politiker. Richard Roepell studierte an der Friedrichs-Universität Halle und kurze Zeit an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. 1834 promovierte er in Halle (Saale) zum Dr. phil. und noch im selben Jahr habilitierte er sich. In seiner 1840 erschienenen Geschichte gelang ihm sehr gut, einerseits die Abwehrstellung des polnischen Adels und der Kirche im mittelalterlichen Polen gegen den deutschen Einfluß darzustellen, andererseits aber auch die starke Wirkung der deutschen Kultur auf Polen um diese Zeit herauszuarbeiten. Er begriff sich als Schüler Leopold von Rankes und stand mit allen namhaften deutschen Historikern in freundschaftlicher Beziehung. Seine Geschichte Polens wurde später von Jacob Caro fortgesetzt. 1841 folgte er dem Ruf der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau auf ein Extraordinariat. Nach Gustav Stenzels Tod wurde er 1855 ordentlicher Professor und Lehrstuhlinhaber für Geschichte. 1867/68 und 1883/84 wurde zum Rektor der Universität gewählt. 1847 wurde er korrespondierendes Mitglied der Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde der Ostseeprovinzen Rußlands und korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Nach eigenem Bekunden war Roepell lange Zeit recht unpolitisch. Er wurde dann jedoch in die politischen Diskussionen des Vormärz hineingezogen und schloß sich nach einiger Zeit dem radikalen Kreis der Junghegelianer an und hielt öffentliche Reden über die neueste Geschichte. Seinen endgültigen politischen Standort fand der schließlich bei den Nationalliberalen. 1850 wurde er in das Erfurter Parlament gewählt, 1861 in das Preußische Abgeordnetenhaus, dem er mit Unterbrechungen bis 1877 angehörte. 1867 saß er im ersten Reichstag (Norddeutscher Bund). In Breslau wirkte er jahrzehntelang als Stadtverordneter.

 

 


 

 

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