Einzeltitel

 

Tschechow_Schatten

Anton Tschechow
Schatten des Todes

Herausgegeben von Alexander Eliasberg
Aus dem Russischen übersetzt von
Korfiz Holm

Mit 1 Abbildung
96 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Euro 24,00 [D]
ISBN 978-3-947618-86-6

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»Die Menge meint, alles zu wissen und alles zu begreifen, und je dümmer sie ist, desto weiter erscheint ihr ihr Horizont.« (Tschechow in einem Brief vom 30. Mai 1888)


Der Autor

Bild Tschechow

Anton Pawlowitsch Tschechow (1860-1904) war ein russischer Schriftsteller, Novellist und Dramatiker. Tschechow gilt als einer der bedeutendsten Autoren der russischen Literatur. Von 1869 bis zum Abschluss 1879 besuchte er das Taganroger Jungengymnasium. Schon als Gymnasiast zeigte er einen ausgeprägten Humor und ein starkes Interesse an Schauspielerei und Literatur. Ab 1876, mit dem Bankrott des Vaters und dem Umzug der Familie nach Moskau, war Anton faktisch auf sich selbst angewiesen. Dennoch schaffte er es, sich allein durchzuschlagen und 1879 das Abitur zu machen. Anschließend begann er in Moskau sein Medizinstudium, das er unter erheblichen finanziellen und räumlichen Schwierigkeiten bis 1884 absolvierte. Um 1878 verfasste Tschechow erstmals ein Bühnenstück, das jedoch wenig Erfolg hatte. 1880 gelang es ihm nach etlichen erfolglosen Versuchen zehn humoristische Kurzgeschichten in der Zeitschrift »Strekosa« zu veröffentlichen. 1881 und 1882 folgten ähnliche Publikationen in zahlreichen mehr oder weniger bekannten Humor- und Satireheften. Im Juni 1884 schloss Tschechow das Medizinstudium ab. Im Dezember 1885 reiste er nach Sankt Petersburg, wo er den einflussreichen Verleger Alexei Suworin und den damals berühmten Romancier Dmitri Grigorowitsch kennenlernte, der Tschechow ausdrücklich lobte und ihm ein herausragendes Talent bescheinigte. In den Jahren 1885 bis 1887 lebten die Tschechows in den Sommermonaten auf dem Landgut Babkino. Die landschaftliche Schönheit der Umgebung von Babkino war wohl maßgebend für die Blütezeit von Tschechows Schaffen. Das steigende Bedürfnis nach einer ruhigen Arbeitsstätte, veranlasste Tschechow dazu, im Frühjahr 1892 ein Anwesen südlich von Moskau zu erwerben. Dort betätigte sich Tschechow wieder als Arzt und behandelte die Bauern von Melichowo, wiederum meist kostenlos. In den 1890er-Jahren widmete sich Tschechow als Autor verstärkt dem Theater: Noch 1887 sah er die Uraufführung seines ersten größeren Bühnenstücks »Iwanow«, von 1888 bis 1889 schrieb er außerdem mehrere kurze Einakter. Im März 1897 erlitt Tschechow in Moskau eine besonders heftige Lungenblutung. Einige Ärzte rieten ihm nunmehr zu einem Aufenthalt auf der Krim oder auch im europäischen Ausland. Tschechow folgte diesem Rat und reiste im Herbst 1897 für mehrere Monate an die französische Mittelmeerküste. Im September 1898 fuhr er nach Jalta auf der Krim und kaufte dort ein neues Anwesen. Dorthin zog Tschechow im Spätsommer 1899. Auf der Krim schrieb Tschechow zwei weitere größere Theaterstücke und mehrere Erzählungen. Tschechow versuchte weitgehend erfolglos, seine fortschreitende Tuberkuloseerkrankung mit Hilfe von Auslandsreisen abzumildern. Anfang Juni 1904 ging Tschechow mit seiner Frau nach Deutschland, um sich abermals behandeln zu lassen. Nach einem Kurzaufenthalt in Berlin fuhren die beiden nach Badenweiler. Nach einer zeitweisen Besserung seines Gesundheitszustandes erlitt Tschechow Mitte Juli mehrere Herzanfälle, die in der Nacht auf den 15. Juli schließlich zum Tod führten. [Aus Wikipedia]

Zum Text

»Tschechow gehört zu den größten russischen Dichtern des ausgehenden 19. Jahrhunderts und nimmt seinen Platz neben Turgenjew, Dostojewski und Tolstoi ein. Tschechow schildert den kleinen, grauen, im Schlamm des Alltags versunkenen Bewohner der grauen Provinz, an dem er zeigt, daß die Tragödie dieses unscheinbaren Wesens nicht weniger erschüttern kann als die Schicksale Shakespearescher Helden.« [Aus einer zeitgenössichen Verlagsanzeige]

Der Neusatz des Textes folgt der Ausgabe München 1919, erschienen im Musarion Verlag.

Der Herausgeber

Alexander Eliasberg (1878-1924) emigrierte nach seinem Studium in Moskau 1905 nach München. 1907 erschien seine erste Übersetzung. Er machte in der Folge eine ganze Reihe neuer russischer Erzähler, Dichter und Publizisten im deutschen Sprachraum bekannt. Er übersetzte neben den schon genannten klassischen russischen Autoren auch Werke von Gogol, Puschkin und Tschechow. Eliasberg war mit Thomas Mann befreundet und hat erheblich zu dessen Rezeption im russischen Sprachraum beigetragen. Seit 1917 war Eliasberg staatenlos. Im Zusammenhang mit einer angeblich deutschfeindlichen Äußerung seiner Frau, die einen Prozess nach sich zog, wurde er 1923 aus Bayern ausgewiesen und fand in Berlin bei Freunden Unterschlupf, wo er im folgenden Jahr starb.

Der Übersetzer

Korfiz Holm (1872-1942). deutscher Verleger, Schriftsteller und Übersetzer. Korfiz Holm war der Sohn des deutschbaltischen Fabrikanten Diedrich Holm und seiner Ehefrau, der Lehrerin und Schriftstellerin Mia Holm, einer gebürtigen Schwedin. Korfiz Holm wuchs in Moskau und Riga auf. 1892 kam er mit seiner Mutter nach Lübeck, wo er die Oberstufe des Katharineums besuchte und die Bekanntschaft Thomas Manns machte. Nach dem Abitur 1894 ging er nach München zum Juastudium. 1896 wurde er Mitarbeiter des Verlages Albert Langen. Nach der Fusion des Langen-Verlags zum Langen-Müller-Verlag im Jahre 1932 wirkte Holm bis zu seinem Tod als Geschäftsführer. Korfiz Holm übersetzte aus dem Russischen, Französischen und Dänischen; vor allem seine Übersetzung der Werke Gogols fand große Anerkennung.

 

 


 

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