Einzeltitel

 

Werfel_Kleinbuerger

Franz Werfel
Der Tod des Kleinbürgers

Novelle

72 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Euro 18,00 [D]
ISBN 978-3-947618-23-1

LIEFERBAR

Kaufen Leseprobe

 

Eine Erzählung in der Tradition des Expressionismus

 


Zum Text

Der Tod des Kleinbürgers weist viele Kennzeichen des Expressionismus auf. Die im Buch beschriebene desolate, bedrückende Stimmung ist charakteristisch. Fialas Krankheit, die Hilflosigkeit seines Sohnes und die Gefangenschaft in der eigenen Wohnung sind weitere typische Motive, deren sich der Autor bedient. Die Krise der Familie und der Autoritätsperson (Vater, Portier) dominiert die Handlung. Der Schauplatz, die Großstadt, wird in ihrer ganzen niederdrückenden Wirkung beschrieben. Während der ganzen Geschichte konfrontiert Werfel den Leser mit vielen Symbolen (etwa der Friedhof), unterlässt es aber gänzlich, die Natur realistisch zu beschreiben. In der abschließenden Traumsequenz wird pathetisch die Pflichterfüllung beschworen, der Vater wird zum tapferen Soldaten, der seine Pflicht der Familie gegenüber erfüllt. Charakteristisch ist auch der Fiebertraum in der Mitte des Textes, der nicht nur durch die expressive Sprache auffällt, sondern sich auch mit den Allmachtsfantasien des Portiers auseinandersetzt. Inhaltlich sind dabei Parallelen zu Franz Kafkas Parabel Vor dem Gesetz zu erkennen. [Wikipedia]

Der Text folgt der Ausgabe 1927, erschienen im Zsolnay Verlag, und wurde komplett neu gesetzt und geprüft.

Zum Autor

Franz Werfel (1890-1945), österreichischer Schriftsteller jüdisch-deutschböhmischer Herkunft, ging während der nationalsozialistischen Herrschaft ins Exil und wurde 1941 US-amerikanischer Staatsbürger. Er war ein Wortführer des lyrischen Expressionismus. In den 1920er und 1930er Jahren waren seine Bücher Bestseller. Seine Popularität beruht vor allem auf seinen erzählenden Werken und Theaterstücken.Besonders bekannt wurden sein zweibändiger historischer Roman »Die vierzig Tage des Musa Dagh« und »Das Lied von Bernadette«. Nach dem Abitur 1909 ging Werfel als Volontär in einer Speditionsfirma nach Hamburg, Nach einjährigem Militärdienst wurde er 1912 Lektor beim Kurt Wolff Verlag in Leipzig. Im Ersten Weltkrieg diente er an der galizischen Front. 1929 heiratete er Alma Mahler, die 1920 von Gropius geschieden worden war. Nach dem »Anschluss« Österreichs, 1938, ließ sich Werfel mit Alma in Sanary-sur-Mer in Südfrankreich nieder. 1940, als die Wehrmacht große Teile Frankreichs besetzte, fand er Zuflucht in Lourdes und Werfel gelobte, falls er gerettet würde, ein Buch über die heilige Bernadette zu schreiben. Zu Fuß überquerte er mit seiner Frau Alma sowie Heinrich, Nelly und Golo Mann die Pyrenäen nach Spanien. Das Ehepaar erreichte von dort Portugal und emigrierte im Oktober 1940 in die USA. Werfel erhielt 1941 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Er starb 1945 an einem Herzinfarkt.

 

 


 

 

Als PDF downloaden:

Gesamtverzeichnis

Neuerscheinungen 2015

Neuerscheinungen 2016

Neuerscheinungen 2017

Neuerscheinungen 2018

 


 

Unser kostenloses kulturelles Angebot:

Max Herrmann-Neisse: Das Land, in dem ich leben möchte

 


 

Sie suchen ein bestimmtes Buch?

Alle Autoren, auch solche in Sammelbänden, sowie Herausgeber, Übersetzer und Illustratoren sind hier oder unter dem Menu Autoren mit den dazugehörigen Titeln gelistet.

 


 

Lieferstatus

  • Der nebenstehende Titel ist als Book On Demand (BoD) - Buchdruck auf Anforderung - über jede Buchhandlung und jeden Internetbuchhändler lieferbar.
  • Natürlich können Sie das Buch auch direkt beim Verlag bestellen.
  • Am einfachsten: Sie clicken auf den KAUFEN-Button und werden direkt zum BoD-Buchshop mit dem gewählten Titel geleitet.

 


 

Von Franz Werfel ist außerdem erschienen:

 

Klassiker und Werkausgaben