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Zech_Deutschland

Paul Zech
Deutschland, dein Tänzer ist der Tod

Ein Tatsachen-Roman

692 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Euro 48,00 [D]
ISBN 978-3-946619-92-5

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Zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs
bringt der Verlag Neudrucke von Paul Zech, der in
seinen Prosa- und Lyriktexten in expressionistischer Manier
seine Kriegserlebnisse, die Nachkriegszeit und Erlebnisse
aus seiner neuen Heimat in Südamerika schildert.

 


Zum Text

Der vorliegende Neudruck folgt der Ausgabe Rudolfstadt 1980. Entstanden ist das Buch zwischen 1933 und 1937. Paul Zech schreibt dazu: Der erste Teil dieses Buches wurde in Deutschland, Februar bis März 1933, geschrieben, der zweite Teil in der Emigration vollendet. Der Titel ist eine Abwandlung meiner Ende 1918 entstandenen Ballade »Berlin, halt ein, besinne dich, dein Tänzer ist der Tod«.

Inhalt

Der erste Teil: Teestunde in einem alten Schloß | Deutschnationales Haus | Flugblätter und alte Flaschen | Brandstifter | Zur Strecke gebracht durch Narolt | Eine jüdische Frau | Illusionen | Spund duldet keine Politik | Mordkolonne Beilke | Der Geist am Scheideweg | Der vierte April 1933 | Abwarten, mein Junge! | Vater, Sohn und Deutschland | Tumbichs Uhr ist abgelaufen | Neue Fundamente | Der zweite Teil: Der Schuster | Die Zille Anne-Marie | Im Zigarrenladen | Der Mann Etzien | Auf der Wacht | Vertrauensräte-Wahlen | Untermenschen | Argentinisches Gespräch | Sommerfrische in Olivos | Die Schnauze noch nicht voll? | Der Fischzug | Konzentrationslager | Herbstfeuer auf Lohme | Du mußt mir glauben | Schrei aus der Finsternis | Emigrantenliteratur | Max Zumpe macht sich wieder ehrlich | Kartoffelpuffer | Die Butterschlange | Einer von zehntausend | Die Verbannung

Zum Autor

Paul Zech (1881–1946), geboren in Westpreußen. Mit vierzehn Abgang von der Volksschule in Briesen. Danach begann er wahrscheinlich eine Bäckerlehre, die er abbrach. Eine höhere Bildung erlangte er nicht, seine eigenen Angaben zum angebliches Studium an verschiedenen Universitäten sind erfunden. Um 1898 zog er gen Westen, sicher auf der Suche nach Arbeit, ins belgische Kohlerevier. Ab ca. 1901 findet man ihn in Barmen, ab ca. 1902 in Elberfeld. Neben seiner Berufstätigkeit verfasste er Gedichte, die ab 1904 in den Feuilletons lokaler und regionaler Zeitschriften erschienen. Um 1909 begann er mit der Abfassung von Erzählungen in expressionistischem Stil, die im Milieu der Bergarbeiter spielen, aber die dargestellte Realität durch Einbezug mythisch-mystischer Elemente in oft beklemmender Weise verfremden. Sein Kontakt zu Else Lasker-Schüler verschaffte ihm Zugang zu der literarischen Zeitschrift »Der Sturm«. 1912 wagte er den Sprung nach Berlin, wo er 1913 Mitbegründer der Zeitschrift »Das neue Pathos« wurde. Nach Beginn des Krieges 1914 wurde er gemustert, aber zurückgestellt. 1915 wurde er eingezogen und kam an die Front, erst an die Ost-, dann an die Westfront. Die zunehmend pazifistischen Tagebuchaufzeichnungen, die er in den Kriegsjahren machte, erschienen erst 1919 als »Das Grab der Welt. Eine Passion wider den Krieg«. Die Jahre unmittelbar nach dem Krieg bedeuteten den Höhepunkt der literarischen Karriere Zechs. 1917 hatte ihm sein Novellenband »Der schwarze Baal« Anerkennung auch als Erzähler verschafft. 1918 erhielt er für seine Lyrik den Kleist-Preis, 1919 war er in der legendären expressionistischen Gedichtanthologie »Menschheitsdämmerung« von K. Pinthus mit zwölf Texten vertreten. Trotz seiner vielfältigen Schwierigkeiten war er in den Nachkriegsjahren äußerst produktiv. Anfang 1931 kam das auf lange Sicht erfolgreichste und vielleicht auch beste Werk Zechs heraus, Die Balladen und lasterhaften Lieder des Herrn François Villon. Im 1933 wurde Zech aufgrund seiner Nähe zur SPD als Angestellter einer Bibliothek entlassen. Kurz darauf wurde sein Bücherdiebstahl im Dienst publik, der wohl an die 2500 Bände betraf, die er offenbar vor ihrer Inventarisierung entwendet und dann verkauft hatte. Angesichts einer Vorladung der Kripo verschwand er Anfang August 1933 aus Berlin und reiste über Wien nach Triest. Dort schiffte er sich nach Montevideo ein und fuhr dann weiter nach Buenos Aires. Seine Familie und seine Freundin Hilde Herb blieben in Deutschland. Seine geplante Rückkehr nach dem Krieg zerschlug sich aufgrund seiner knappen Mittel und seines schlechten Gesundheitszustands. Am 7. September 1946 brach er bei der Heimkehr von Bekannten vor seiner Haustür zusammen und verstarb mittags im Krankenhaus. Seine Urne wurde 1971 auf den Friedhof in Berlin-Friedenau beigesetzt. Die Grabstätte gehört zu den Ehrengräbern des Landes Berlin. [Wikipedia]

 

 


 

 

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