Einzeltitel

 

Zech_Messer

Paul Zech
Das rote Messer

Begegnungen mit Tieren und seltsamen Menschen

132 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Euro 24,00 [D]
ISBN 978-3-946619-90-1

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In seiner neuen Heimat in Südamerika erweiterte
Paul Zech die Themen seiner Erzählungen.

 


Textauszug

Vier Wochen lang war ich nun schon in Bewegung, war ich auf der Suche nach einem Zimmer, nach einer anderen Gegend, nach einem weniger aufdringlichen und in meine Lebensgewohnheiten nicht so barbarisch einschneidenden Lärm, nach neuen Menschen mit einem möglichst noch unzivilisierten Habitus, wie man ihn so allgemein hier in Buenos Aires nicht findet. Die veranschlagten vier Wochen hatten nicht ausgereicht, eine »Sala« oder wenigstens ein Loch zu finden, das kein Vermögen kostete. Mir waren tierliebende Leute schon recht, aber ich wollte eine Stube ohne Wanzen und Cucarachas, lärmfrei vor allem und mit einem Fenster versehen, das nicht bloß von außen nur so aufgemalt ist, das sich vielmehr öffnen läßt und mindestens einen grünen Baum, wenn auch nicht gleich Urwälder vor der Nase hat. [aus: »Der Vogel Tschudi und die Heuschrecken«]

Der vorliegende Neudruck folgt der Ausgabe Rudolfstadt 1953.

Inhalt

Der Vogel Tschudi und die Heuschrecken
Mordinsekten im Urwald
Toncueta-Indianer beim Fischfang
Paradies und Hölle der Seelöwen
Gemüsegärtner Pfuhl und die Ameisen
Die Giftschlangen von Butantan
»Noco nua« - Das rote Messer
Der Baum Choa-Chuañu
Der Mann ohne Gesicht
Besuch bei einer hundertjährigen Cuzé

Zum Autor

Paul Zech (1881–1946), geboren in Westpreußen, aufgewachsen in Elberfeld; gab sein Studium auf und arbeitete ab 1902 in belgischen und französischen Bergwerken. Nach seiner Heirat 1904 war er bis 1909 in Bergwerken in Bottrop und Hamm beschäftigt. 1912 zog er mit seiner Familie nach Berlin, wo er bis 1933 als Redakteur, Dramaturg, Werbeleiter und Bibliothekar arbeitete. 1913-20 war er Mitherausgeber der Zeitschrift »Das neue Pathos«. 1933 floh er über Prag und Paris nach Südamerika. (Quelle: Killy Literaturlexikon) Nach Beginn des Krieges 1914 verfasste auch Zech patriotische Gedichte und meldete sich freiwillig zum Militär. Von 1915 bis 1918 kam er an der Ost- und Westfront zum Einsatz und erhielt 1916 das Eiserne Kreuz. 1919 erschien die aus vergangenen Jahren verfassten Tagebuchaufzeichnungen »Das Grab der Welt. Eine Passion wider den Krieg«. Im gleichen Jahr erschienen viele Texte Zechs in der Anthologie »Menschheitsdämmerung« von Kurt Pinthus und eine erweiterte Neuauflage von »Der schwarze Baal«.

 

 

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Von Paul Zech ist außerdem erschienen:

 

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