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Konrad Fiedler
Über den Ursprung
der künstlerischen Tätigkeit

140 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Euro 28,00 [D]; 28,80 [A]
ISBN 978-3-946619-02-4

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Eines der wichtigsten Texte
des Klassikers der Kunsttheorie

 


Kurzdarstellung

»Diejenigen, welche es unternehmen, Wesen und Bedeutung der künstlerischen Tätigkeit darzulegen, pflegen von den Wirkungen auszugehen, welche durch die Kunstwerke auf den geistigen Zustand oder das Empfindungsleben der Menschen hervorgebracht werden. Dieser Ausgangspunkt ist offenbar falsch. Um unter den erfahrungsmäßig sehr verschiedenartigen Wirkungen der Kunst diejenige bestimmen zu können, die dem Wesen der künstlerischen Tätigkeit gemäß ist, müßte man dieses Wesen zuvörderst erkannt haben. Dies aber wird nur dann möglich sein, wenn man, abgesehen von allen Wirkungen, die von den Resultaten der künstlerischen Tätigkeit ausgehen, die Entstehung dieser Tätigkeit selbst aus der menschlichen Natur zu durchschauen vermag. Gelingt es, den Punkt zu erkennen, wo aus dem Reichtum geistig-körperlicher Manifestationen, zu denen der menschliche Organismus werdelustig emporstrebt, diejenige Tätigkeit sich abzusondern beginnt, die wir in ihrer weiteren Entwickelung als die künstlerische bezeichnen, so ist in der Tat der einzige Zugang gewonnen, der in die innere Welt jener Tätigkeit einführt. Um zu diesem Punkt zu gelangen, müssen einige Bemerkungen allgemeiner Natur vorausgeschickt werden.«

Der Text folgt der Ausgabe »Conrad Fiedlers Schriften über Kunst«, herausgegeben von Hans Marbach, erschienen bei S. Hirzel, Leipzig 1896. Die Rechtschreibung wurde leicht modernisiert; offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert.

Zum Autor

Konrad Fiedler (1841–1895) studierte in Heidelberg, Berlin und Leipzig Jurisprudenz. Nachdem er promoviert und 1865 das Staatsexamen bestanden hatte, ging er nach Paris und London, wo seine Begeisterung für die Werke der bildenden Kunst in ihm erwachte. 1866/67 verbrachte er in Italien, dann ging er nach Griechenland, Spanien, Ägypten, Syrien und Palästina, überall eifrig mit dem Studium der älteren Kunst beschäftigt. In Italien kam er in Kontakt mit Hans v. Marées, Adolf Hildebrand, Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach. Mit Hildebrand und Marées lebte er eine zeitlang in der Nähe von Florenz. Nach seiner Vermählung mit Marie Meyer im Jahre 1880 blieb er vorübergehend in Berlin, siedelte aber später nach München über, wo er am 8. Juni 1895 infolge eines unglücklichen Sturzes einem plötzlichen Tode erlag. Fiedler legte den Grund zu der formalen Betrachtung der deutschen Kunstgeschichte des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit seiner Theorie der Kunst beeinflusste er maßgeblich die Kunstauffassung und Theorien des beginnden 20. Jahrhunderts. Noch heute sind seine Schriften die Grundlage jeder kunsttheoretischen Auseinandersetzung.

 

 

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