Einzeltitel

 

Poehlmann_Sozialismus_1

Robert von Pöhlmann
Geschichte der sozialen Frage
und des Sozialismus in der antiken Welt

Band 1

528 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Euro 48,00 [D]
ISBN 978-3-96662-046-8

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Poehlmann_Sozialismus_2

Robert von Pöhlmann
Geschichte der sozialen Frage
und des Sozialismus in der antiken Welt

Band 2

548 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Euro 48,00 [D]
ISBN 978-3-96662-047-5

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Ein Standardwerk zur sozialen Frage in der antiken Welt

 


[Vorwort zur zweiten Auslage]

Die Kritik hat in Bezug auf die erste unter dem Titel »Geschichte des antiken Kommunismus und Sozialismus« erschienene Auflage dieses Werkes mit Recht bemerkt, daß sich dem Verfasser die Geschichte des Sozialismus mit einer gewissen inneren Notwendigkeit zu einer Geschichte der sozialen Frage geweitet hat. Daher wurde für die neue Auflage eine Bezeichnung gewählt, die dem tatsächlichen Inhalt mehr entspricht. Auch der Aufbau des Ganzen ist ein anderer geworden und zugleich als wesentliche Ergänzung ein neues Kapitel über den Sozialismus im antiken Christentum hinzugetreten. So möge denn das Buch auch in der neuen Gestalt an seinem Teile bezeugen, was für die Gegenwart gerade die Antike zu bedeuten hat: eine Entwicklungsphase der Kulturmenschheit, für die recht eigentlich das Wort Dahlmanns von den »bevorzugten« Epochen der Geschichte gilt, die für alle künftigen Geschlechter eine Fülle von Mahnung, Warnung und Lehre enthalten. Hier liegt der Prozeß abgeschlossen vor uns, der in dem antiken »Staat des gleichen Stimmrechts« nicht nur zur Überwindung eines staatswidrigen Aristokratismus und Plutokratismus, sondern sehr oft auch zur systematischen Ausbeutung, politischen Mundtotmachung und bis zur Expropriation der Besitzenden fortschreitenden Vergewaltigung der Minderheit durch die Massenmehrheit geführt hat. Ein typischer Entwicklungsprozeß, der die ideologischen Täuschungen der Gegenwart über die »politische Kultur« des »durchgeführten Demokratismus« und über die innere Wandlungsfähigkeit des sozialdemokratischen Radikalismus und einer frivolen und skrupellosen Demagogie in ihrer Nichtigkeit klar erkennen läßt. Hier könnten unsere politischen Doktrinäre mit Händen greifen, zu welchen Konsequenzen ochlokratische Verwilderung und eine »den Wünschen der Massen entsprechende« Politik notwendig führen muß, was auf der politischen Bühne das entfesselte »Ungetüm« das nun auch wieder im 20. Jahrhundert »mit der großen Schwere des gleichförmigen Massenkörpers herangekrochen kommt an die Tore der Zukunft«, für Staat und Gesellschaft, für Eigentum, Freiheit und Persönlichkeit zu bedeuten hat.

Der Text des Neusatzes folgt der zweiten, vermehrten und verbesserten Auflage, München 1912, erschienen in der C. H. Beck’schen Verlagsbuchhandlung./p>

Der Autor

Bild Pöhlmann

Robert von Pöhlmann (1852-1914) war ein bedeutender deutscher Althistoriker. Er studierte in München, in Göttingen und in Leipzig u.a. bei Waitz und Roscher Geschichte. Bei Waitz in Göttingen promovierte er 1875. Überraschend wechselte er, nach einer vielbeachteten Arbeit zur italienischen Renaissance, mit seiner Habilitation ins althistorische Fach. Die an der Universität Erlangen vorgelegte Schrift gilt auch heute noch als sehr originell. 1884 wurde er in Erlangen außerordentlicher Professor auf dem neu geschaffenen Lehrstuhl für Alte Geschichte, 1886 schließlich ordentlicher Professor. 1901 wechselte er als Ordinarius für Alte Geschichte nach München auf einen dort ebenfalls neu eingerichteten Lehrstuhl. 1913 übernahm Pöhlmann von Iwan von Müller die Herausgeberschaft des Handbuches der Altertumswissenschaft, eine Tätigkeit, die ein Jahr später durch seinen Tod ein frühes Ende fand. Pöhlmann war seit 1887 korrespondierendes, ab 1901 ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und dort ab 1907 Sekretär der historischen Klasse. 1909 wurde er geadelt. Seine Forschungsbereiche und Fragestellungen lassen Pöhlmann als einmalige Figur der deutschen Althistorie erscheinen. Pöhlmann beschäftigte sich intensiv mit Platon und anderen antiken Autoren wie Ephoros, hippokratischen Schriften und Strabon. Charakteristisch war die Auseinandersetzung nicht nur mit historischer, sondern auch mit geografischer und philosophischer Literatur. Er beschäftigte sich mit der Demografie antiker Städte, römischer Wirtschaftsgeschichte und Gesellschaftsstruktur der Römer und ganz besonders mit dem römischen Kapitalismus. Hier setzte er sich vor allem mit den Theorien von Karl Marx auseinander. Ein weiteres Feld, auf dem er sich betätigte, war die Erforschung antiker Utopien. Auch auf dem Gebiet der italienischen Wirtschaftsgeschichte der Renaissance insbesondere von Florenz beschritt Pöhlmann seinerzeit Neuland. [Quelle: Wikipedia]

Inhalt

Band 1
Erstes Buch: Hellas
Erstes Kapitel: Der Kommunismus älterer Gesellschaftsstufen. Wahrheit und Dichtung
1. Der Kommunismus der Urzeit
2. Die Hauskommunion und die Frage der Feldgemeinschaft bei Homer
3. Der Kommunistenstaat auf Lipara
4. Angebliche Spuren des Kommunismus in Großgriechenland
5. Die staatlich organisierte Bürgerspeisung Spartas und Kretas und der Sozialismus des kriegerischen Gesellschaftstypus
6. Die spartanisch-kretische Agrarverfassung
7. Der Sozialstaat der Legende und das sozialistische Naturrecht

Zweites Kapitel: Die soziale Demokratie
1. Der Stadtstaat als Geburtsstätte des Sozialismus
2. Der aristokratische Staat und die Anfänge des Kapitalismus und Sozialismus
3. Die staatsbürgerliche Gesellschaft und die volle Ausbildung des Kapitalismus
4. Der Widerspruch zwischen der sozialen und der politischen Entwicklung im freien Volksstaat
5. Die Umbildung der politischen zur sozialen Demokratie
6. Der demokratische Staatssozialismus und der Umschlag in den radikalen revolutionären Sozialismus
7. Abschnitt. Die soziale Revolution

Drittes Kapitel: Die Reaktion der philosophischen Staats- und Gesellschaftstheorie.
1. Der Kampf der Sozialphilosophie gegen den extremen Individualismus
2. Die platonische Kritik der geschichtlichen Staats- und Gesellschaftsordnung
3. Angriffe der Sozialphilosophie auf die Grundlagen der wirtschaftlichen Rechtsordnung

Band 2
Viertes Kapitel: Organisationspläne zum Aufbau einer neuen Staats- und Gesellschaftsordnung
1. Allgemeine Voraussetzungen
2. Das Staatsideal des Phaleas von Chalcedon
3. Der Vernunftstaat Platos
4. Der »zweitbeste« Staat Platos
5. Das Fragment des aristotelischen Staatsideals
Fünftes Kapitel: Der soziale Weltstaat des Stifters der Stoa
Sechstes Kapitel: Der Staatsroman

Zweites Buch: Rom und das römische Reich
Erstes Kapitel: Die Anfänge des Staates und der agrarische Kommunismus
Zweites Kapitel: Die Entwicklung der kapitalistischen Wirtschaftsordnung
Drittes Kapitel: Die Soziale Bewegung im Lichte herrschender Parteianschauungen
Viertes Kapitel: Das Erwachen der Armut zum sozialen Selbstbewußtsein
Fünftes Kapitel: Die Kritik der Gesellschaft
Sechstes Kapitel: Demokratischer Sozialismus und Romantischer Utopismus
Siebentes Kapitel: Das Christentum

 

 


 

 


 

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