Einzeltitel

 

Toller

Ernst Toller
Eine Jugend in Deutschland

268 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Euro 29,80 [D]
ISBN 978-3-947618-00-2

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Ernst Toller ist ein Vertreter der expressionistischen
Jugend, die das Grauen des Ersten Weltkriegs und
die Enttäuschungen revolutionärer Hoffnungen erlebte.
Dies ist seine Autobiographie.

 


Zum Text

»Biographien erreichen selten die Kompliziertheit individuellen Daseins, viele Konturen des «vollständigen Menschen» bleiben unbelichtet, alle Momente müssen, nach einem Wort Karoline von Günderodes, immer den einen bestimmen und begreiflich machen, insbesondere in einem Buch, das wie dieses den öffentlich wirkenden Menschen zeichnet. Nicht nur meine Jugend ist hier aufgezeichnet, sondern die Jugend einer Generation und ein Stück Zeitgeschichte dazu. Viele Wege ging diese Jugend, falschen Göttern folgte sie und falschen Führern, aber stets bemühte sie sich um Klärung und um die Gebote des Geistes. Wer den Zusammenbruch von 1933 begreifen will, muß die Ereignisse der Jahre 1918 und 1919 in Deutschland kennen, von denen ich hier erzähle.« (Der Autor im Vorwort)

Der Text folgt der zweiten Ausgabe Amsterdam 1933, erschienen im Querido Verlag.

Inhalt

Blick 1933 | 1. Kindheit | 2. Student in Frankreich | 3. Kriegsfreiwilliger | 4. Die Front | 5. Ich will den Krieg vergessen | 6. Auflehnung | 7. Streik | 8. Militärgefängnis | 9. Irrenhaus | 10. Revolution | 11. Bayerische Räterepublik | 12. Flucht und Verhaftung | 13. Eine Zelle, ein Hof, eine Mauer | 14. Standgericht | 15. Antlitz der Zeit | 16. Fünf Jahre

Zum Autor

Ernst Toller (1893-1939), Schriftsteller und Dramatiker, Politiker und links­sozialistischer Revolutionär, wurde als zeitweiliger Vorsitzender der bayerischen USPD und Protagonist der kurzlebigen Münchner Räterepublik nach deren Niederschlagung im Juni 1919 verhaftet und einen Monat später zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt. Damit entging er nur knapp einer drohenden Todesstrafe. Bereits während seiner Haft und mehr noch danach wurde er vor allem mit seinen Dramen als einer der maßgeblichen Vertreter des literarischen Expressionismus in der Weimarer Republik bekannt. 1932 emigrierte er zunächst in die Schweiz. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde Toller aufgrund seiner jüdischen Herkunft und politischen Haltung formell aus Deutschland ausgebürgert. Seine Werke wurden 1933 als »undeutsch« diffamiert und öffentlich verbrannt. Nach mehreren Exilstationen kam er 1937 in die USA. Neben persönlichen Enttäuschungen resignierte der Pazifist und politische Moralist zusehends angesichts der real erlebten Erfolge faschistischer Bewegungen, vor denen er bereits in den 1920er Jahren gewarnt hatte. Depressive Schübe häuften sich, bis er schließlich 1939 in New York im Alter von 45 Jahren durch Suizid starb. Zu Tollers erfolgreichsten Werken zählen die Dramen »Masse Mensch« und »Hinkemann«, sowie die Autobiographie »Eine Jugend in Deutschland«. Mit dem Gedichtzyklus »Das Schwalbenbuch« wurde er auch als Lyriker bekannt.

 

 


 

 

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