Einzeltitel

 

Benjamin_Einbahnstrasse

Walter Benjamin
Einbahnstraße

84 Seiten, Paperback
Euro 24,00 [D]
ISBN 978-3-96662-095-6

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Benjmins »Denkbilder« als Anregungslektüre

 


Zum Text

»Einbahnstraße« enthält über 100 kurze, mitunter fragmentarisch anmutende literarische Miniaturen, die scheinbar unzusammenhängend aufeinanderfolgen. Darunter befinden sich Traumprotokolle und Erinnerungen, Sentenzen und Apercus, Thesen, Reisebeschreibungen, Porträts, Stillleben und Skizzen. Einige Texte ähneln auch Tagebucheinträgen. Die einzelnen Beiträge lassen sich kaum unter einer literarischen Gattung zusammenfassen; wegen ihrer vielen prägnanten Formulierungen wurde »Einbahnstraße« häufig der Aphoristik zugeordnet. Benjamin selbst prägte später den Begriff »Denkbilder« für seine Form der literarisch-philosophischen Miniatur. Obwohl das Buch bei seinem Erscheinen kein starkes oder einhellig positives Echo hervorrief, erwies sich seine ungewöhnliche Form als folgenreich. Das Buch kann als formales Vorbild für Theodor Adornos Minima Moralia (1951) und Ernst Blochs Spuren (1930) gelten. [Wikipedia]

Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe von 1928, erschienen im Ernst Rowohlt Verlag, Berlin.

Zum Autor

Bild Benjamin

Walter Benjamin (1892-1940), Philosoph und Kulturkritiker, war ein undogmatisch positionierter Denker, der durch die enge Freundschaft zu Theodor W. Adorno zum assoziierten Wirkungskreis der Frankfurter Schule gerechnet wird. Walter Benjamins Familie gehörte dem assimilierten Judentum an. Seine Kindheit verbrachte Benjamin überwiegend in Berlin. Nach dem Abitur 1912 am Kaiser-Friedrich-Gymnasium in Charlottenburg begann Benjamin sein Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Freiburg. 1915 lernte Benjamin den fünf Jahre jüngeren Mathematikstudenten Gershom Scholem kennen. Noch im Jahr seiner Eheschließung (1917) wechselte Benjamin nach Bern, wo er in den nächsten zwei Jahren seine Dissertation mit dem Titel »Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik« schrieb. Wieder zurück in Berlin, machte Benjamin sich als freier Schriftsteller und Publizist selbstständig. 1923/24 ging Benjamin nach Frankfurt am Main, um sich dort zu habilitieren. Hier lernte er Theodor W. Adorno und Siegfried Kracauer kennen. 1926 und 1927 hielt Benjamin sich in Paris auf, wo er, teilweise gemeinsam mit Franz Hessel, an der Übersetzung der Werke von Marcel Proust arbeitete. Sein im Jahr 1924 beginnendes Interesse für den Kommunismus führte Benjamin im Winter 1926/27 nach Moskau. Zu Beginn der 1930er Jahre verfolgte Benjamin gemeinsam mit Bertolt Brecht publizistische Pläne und arbeitete für den Rundfunk. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten zwang Benjamin, im September 1933 nach Paris ins Exil zu gehen. Hier traf er auch Hannah Arendt, die den fast mittellosen Benjamin unterstützte. In den Pariser Exiljahren arbeitete Benjamin vor allem an seinem Fragment gebliebenen Passagen-Werk. Von 1937 bis 1939 war Benjamin Mitglied des von Georges Bataille, Michel Leiris und Roger Caillois gegründeten Collège de Sociologie sowie Batailles Geheimgesellschaft Acéphale. 1939 wurde Benjamin für drei Monate mit anderen deutschen Flüchtlingen im Lager Château de Vernuche in Varennes-Vauzelles interniert. Nach der Rückkehr aus dieser Haft flüchtete er nach Lourdes, von wo er zunächst weiter nach Marseille reiste, bevor er im September 1940 den Versuch unternahm, nach Spanien zu gelangen, um von dort über Portugal mit seinem USA-Visum auszureisen. Im spanischen Grenzort Portbou, wo er trotz erfolgreichen Grenzübertritts die Auslieferung an die Deutschen noch immer befürchtete, nahm er sich in der Nacht vom 26. auf den 27. September 1940 das Leben. [Wikipedia]

 

 


 

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