Einzeltitel

 

Huch_Revolution

Ricarda Huch
1848

Die Revolution des 19. Jahrhunderts
in Deutschland

504 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Euro 48,00 [D]
ISBN 978-3-947618-40-8

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Das Zeitalter der Revolution von 1848 im Spiegel der Akteure

 


Zum Text

Es war nicht meine Absicht, die Geschichte der revolutionären Bewegungen zu schreiben, die in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts stattfanden und mit den Ausbrüchen des Jahres 1848 endeten, sondern ich wollte ihren Zusammenhang mit der umfassenderen allmählichen Umwälzung beleuchten, die das wesentlich agrarische Deutschland in ein wesentlich industrielles verwandelte, was zugleich eine Verwandlung der Weltanschauung bedeutet. Ich beschränkte mich dabei nicht nur, insofern ich die Geschichte der übrigen europäischen Staaten soviel wie möglich außer Betracht ließ, sondern auch dadurch, daß ich hauptsächlich die Menschen zu begreifen und darzustellen suchte, die diese Umwälzung teils herbeiführten, teils ihr widerstrebten oder von ihr mitgerissen wurden. In der Geschichte, dem Werk der handelnden Menschen und göttlich-natürlicher Kräfte, die durch Menschen wirken, scheint mir der Mensch in seinem persönlichen Denken und Verhalten das Wichtigste und Interessanteste zu sein, das, was unvergänglich lebendig und Leben erzeugend bleibt, wenn die Verhältnisse, in denen er sich bewegte, gleichgültig oder unverständlich geworden sind. (Ricarda Huch)

Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe Zürich 1944.

Inhalt

Vorwort | Stein | Unlösbare Probleme | Arndt und Jahn | Luden | Revolutionäre Familien | Revolutionäre anderer deutscher Länder | Frankfurt | Hallgarten | Die Familie Gagern | Stüve | Dahlmann | Friedrich Harkort | Friedrich List | Rheinländische Magnaten | Tod und Persönlichkeit Friedrich Wilhelm III. | Die Bürokratie und die Gegner in Österreich | Friedrich Wilhelm IV. | Bunsen | Radowitz | Der Regierungsantritt Friedrich Wilhelms | Der erste Angriff | Wiederaufleben der Tendenzen des sechzehnten Jahrhunderts | Am Rhein | Feuerbach | Saint-Simon und Weitling | Stirner | Burckhardt und Deutschland | Hoffmann von Fallersleben | Herwegh und Freiligrath | Die Unterirdischen | Die Lage der arbeitenden Klassen in England | Radowitz | Industrialismus und Armut | Das Bank-Gespenst | Victor Aimé Huber | Emigranten | Religiöse Opposition | Badische Politiker | Schwaben und Uhland | Der Vereinigte Landtag | Das Kommunistische Manifest | Monarchie oder Republik | Österreich | Die Revolution in Berlin | Die Nationalversammlung in Frankfurt | Die Hilfskräfte der Demokratie | Das Handwerk | Arbeiterorganisation | Winkelblech und der Föderalismus | Sachsen | Die fremden Nationen | Die Berliner Nationalversammlung | Die Wendung | Krisis in Berlin | Uhland und der Kaisergedanke | Großdeutsch und kleindeutsch | Macht und Recht | Stüve | Radowitz und der König | Die Nationalversammlung nach der Ablehnung | Engels | Stüve | Radowitz’ Ende | Victor Aimé Huber | Vae victis | Waldheim | Die Sieger | Ende

Die Autorin

Ricarda Huch (1864–1947) entstammte einer Kaufmannsfamilie und wuchs in Braunschweig auf. 1886 ging sie nach Zürich, wo sie das Abitur nachholte und Geschichte, Philologie sowie Philosophie studierte. 1892 wurde sie als eine der ersten deutschen Frauen überhaupt an der philosophischen Fakultät der Universität Zürich promoviert. Huch arbeitete zunächst als Bibliothekarin und als Lehrerin in Zürich und Bremen. Ab 1897 lebte sie in Wien, wo sie 1898 den Zahnarzt Ermanno Ceconi heiratete. Ihm folgte sie 1898–1900 in seine Heimatstadt Triest, die damals zu Österreich-Ungarn gehörte. In dieser Zeit erarbeitete sie die Geschichte der italienischen Einigung (Risorgimento) unter der Führung von Giuseppe Garibaldi. Lange lebte sie in München , wo viele wichtige Bücher entstanden, wie etwa die Biographie »Michael Bakunin« und die Anarchie (1923). Die Zeit von 1935 bis 1947, in der sie mit ihrer Tochter und ihrem zweiten Ehemann Franz Böhm in Jena lebte, lässt sich bis zum Kriegsende als innere Emigration beschreiben. Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihre monumentale deutsche Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit. Huch nahm an den vielfältigen Reformbewegungen der Weimarer Republik Anteil und publizierte unter anderem in der Zeitschrift »Die Neue Generation«. 1924 wurde sie Ehrenbürgerin Münchens; 1931 erhielt sie den Goethepreis der Stadt Frankfurt, 1944 den Wilhelm-Raabe-Preis und 1946 die Ehrendoktorwürde der Universität Jena.

 

 


 

 

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