Einzeltitel

 

Goethe Dichtung 1

Johann Wolfgang von Goethe
Aus meinem Leben
Dichtung und Wahrheit

Erster Band

Illustrationen von Eugen Klimsch,
Kaspar Kögler, Bruno Strassberger
und Philipp Grotjohann

592 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 88 Abbildungen
Euro 48,00 [D]
ISBN 978-3-96662-195-3

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Goethe Dichtung 2

Johann Wolfgang von Goethe
Aus meinem Leben
Dichtung und Wahrheit

Zweiter Band

Illustrationen von Eugen Klimsch,
Kaspar Kögler, Bruno Strassberger
und Philipp Grotjohann

444 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 55 Abbildungen
Euro 38,00 [D]
ISBN 978-3-96662-196-0

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Die wichtigen historischen und personalen Hintergründe der Biographie Goethes

 


Zum Text

Goethe_Dichtung_137

Am 11. Oktober 1809 begann Goethe mit der Konzeption einer Autobiographie. Als Grund für das Schreiben einer Lebensgeschichte verweist Goethe im Vorwort auf zahlreiche Nachfragen, wie ein einzelner Mensch so viele und so verschiedene Werke schreiben konnte. Er möchte mit dem Buch die dahinterstehende Person, deren Entwicklung und die Hintergründe der Vielseitigkeit seiner Schriften erklären.





Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe o-J. [ca. 1880], erschienen in der Deutschen Verlags-Anstalt, Stuttgart und Leipzig. Textrevision nach der Hamburger Ausgabe.

 

Der Autor

Goethe

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung. Goethe stammte aus einer angesehenen bürgerlichen Familie; sein Großvater mütterlicherseits war als Stadtschultheiß höchster Justizbeamter der Stadt Frankfurt, sein Vater Doktor der Rechte und kaiserlicher Rat. Er und seine Schwester Cornelia erfuhren eine aufwendige Ausbildung durch Hauslehrer. Dem Wunsch seines Vaters folgend, studierte Goethe in Leipzig und Straßburg Rechtswissenschaft und war danach als Advokat in Wetzlar und Frankfurt tätig. Gleichzeitig folgte er seiner Neigung zur Dichtkunst, mit dem Drama Götz von Berlichingen erzielte er einen frühen Erfolg und Anerkennung in der literarischen Welt. Als Sechsundzwanzigjähriger wurde er an den Hof von Weimar eingeladen, wo er sich schließlich für den Rest seines Lebens niederließ. Er bekleidete dort als Freund und Minister des Herzogs Carl August politische und administrative Ämter und leitete ein Vierteljahrhundert das Hoftheater. Die amtliche Tätigkeit mit der Vernachlässigung seiner schöpferischen Fähigkeiten löste nach dem ersten Weimarer Jahrzehnt eine persönliche Krise aus, der sich Goethe durch die Flucht nach Italien entzog. Die zweijährige Italienreise empfand er wie eine „Wiedergeburt“. Ihr verdankte er die Vollendung wichtiger Werke (Tasso, Iphigenie, Egmont). Nach seiner Rückkehr wurden seine Amtspflichten weitgehend auf repräsentative Aufgaben beschränkt. Der in Italien erlebte Reichtum an kulturellem Erbe stimulierte seine dichterische Produktion und die erotischen Erlebnisse mit einer jungen Römerin ließen ihn unmittelbar nach seiner Rückkehr eine dauerhafte Beziehung zu Christiane Vulpius aufnehmen, die er erst achtzehn Jahre später mit einer Eheschließung amtlich legalisierte. Goethes literarisches Werk umfaßt Lyrik, Dramen, Epik, autobiografische, kunst- und literaturtheoretische sowie naturwissenschaftliche Schriften. Daneben ist sein umfangreicher Briefwechsel von literarischer Bedeutung. Goethe war Vorbereiter und wichtigster Vertreter des Sturm und Drang. Sein Roman »Die Leiden des jungen Werthers« machte ihn in Europa berühmt. Selbst Napoleon bat ihn zu einer Audienz anläßlich des Erfurter Fürstenkongresses. Im Bunde mit Schiller und gemeinsam mit Herder und Wieland verkörperte er die Weimarer Klassik. Die Wilhelm-Meister-Romane wurden zu beispielgebenden Vorläufern deutschsprachiger Künstler- und Bildungsromane. Sein Faust errang den Ruf als die bedeutendste Schöpfung der deutschsprachigen Literatur. Im Alter wurde er auch im Ausland als Repräsentant des geistigen Deutschland angesehen.

Die Illustratoren

Klimsch

Eugen Klimsch (1839-1896), Kunstmaler und Illustrator entstammte der Frankfurter Künstler- und Unternehmerfamilie Klimsch. Nach seiner Studienzeit kehrte er 1865 nach Frankfurt zurück, wo er an der dortigen Kunstgewerbeschule unterrichtete. Er übernahm auch Auftragsarbeiten zur künstlerischen Ausgestaltung von Privatvillen, Cafés und öffentlichen Gebäuden. Klimsch malte vornehmlich im Stil alter Meister. Er beherrschte die Stile der Niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, des französischen Rokokos und Empires. Seine größten Erfolge erzielte er jedoch als Illustrator von Kinder- und Märchenbüchern, aber auch klassischer Werke wie Goethes »Dichtung und Wahrheit«. 1889 wurde ihm der Titel Professor zuteil. Klimsch malte auch Miniaturen auf Pergament, wofür er 1891 in Karlsruhe und 1893 in Chicago ausgezeichnet wurde. Im Jahr 1895 übernahm er, bis zu seinem Tod 1896, die Leitung der Städel’schen Malschule in Frankfurt am Main.

Kaspar Kögler (1838-1923), Maler, Illustrator und Schriftsteller, war mit seiner Kunst der Tradition verhaftet. Im konservativen Wiesbaden gehörte es zwischen 1867 und dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 zum guten Ton, sich von Kögler porträtieren zu lassen. Seine Genrebilder, Landschaften und Stillleben waren beim Bürgertum beliebt und galten damals schon als poetisch. Als Kögler 1867 in die aufstrebende Kurstadt Wiesbaden kam, machte er Karriere. Während es ihm an privaten Aufträgen zu Porträts und anderen Gemälden nicht mangelte, betrieb er in der Schützenhofstraße 3 eine Mal- und Zeichen-Schule. Die Kurstadt beauftragte ihn mit der Ausmalung des Ratskellers im Neuen Rathaus 1890. Er gestaltete den Bierkeller mit humorvollen Szenen und Sprüchen. Ein weiterer Auftrag wurde Kögler zuteil, als man ihm 1894 die Ausmalung des Staatstheaters übertrug. Kögler wurde Ehrenvorsitzender des Nassauischen Kunstvereins und künstlerischer Berater der Stadt zum Bau des neuen Kurhauses oder des Museums.

Bruno Strassberger, (1832-1910) deutscher Maler, Zeichner und Illustrator, Sohn von Ernst Wilhelm Strassberger.

Philipp Grotjohann (1841-1892), Zeichner und Illustrator, lernte Schlosser. 1861 nahm er ein Studium am Polytechnikum Hannover auf. Dort näherte er sich der Kunst und ging durch Vermittlung von Peter von Cornelius an die Kunstakademie Düsseldorf, wo er von 1862 bis 1867 studierte. Außer einem kurzen Aufenthalt in Antwerpen verbrachte Grotjohann die nächsten Jahre in Düsseldorf. Nach Karl Ferdinand Sohns Tod (1867) wählte er Carl Johann Lasch zu seinem Lehrer. Er beteiligte sich an der Illustration der Ausgaben von Goethe, Schiller und Lessing der Grote’schen Buchhandlung Berlin. Mit Edmund Kanoldt schuf er Illustrationen für die erste bebilderte Ausgabe von Eichendorffs Aus dem Leben eines Taugenichts. [Alle Texte und Porträts aus der Wikipedia]

 

 


 

 


 

 

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