
Knut Hamsun
Victoria
Die Geschichte einer Liebe
Übersetzung aus dem Norwegischen
von Mathilde Mann
128 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Format: 13,5 × 20,5 cm
Euro 28,00 [D]
ISBN 978-3-96662-572-2
LIEFERBAR
Eine Liebesgeschichte mit gesellschaftlichen Verwerfungen
Zum Text
Der Roman handelt von der Beziehung zwischen dem Müllerssohn Johannes und Victoria, der Tochter eines Grundbesitzers. Die großen Standesunterschiede sind unter anderem der Grund dafür, daß die Beziehung ein tragisches Ende nimmt.
»Was Hamsun auszeichnet und ihm unter den zeitgenössischen Dichtern einen hervorragenden Platz sichert, das ist der Scharfblick, mit dem er in die Tiefen der Seelen dringt, die Meisterschaft, mit der er die feinsten, intimsten inneren Regungen und Schwingungen zu ergründen und darzustellen weiß.« [Allg. Zeitung, München, 1922]
Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe von 1921, erschienen im Albert Langen Verlag, München. Die originale alte deutsche Rechtschreibung wurde beibehalten.
Zum Autor
Knut Hamsun (1859-1952) war einer der bedeutendsten norwegischen Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts und Hauptvertreter der modernen Literatur vom Übergang der Spätromantik und dem Naturalismus zur Klassischen Moderne. Der Sohn eines Dorfschneiders wuchs bei seinem Onkel auf und erfuhr dort eine bibelnahe, religiöse Bildung. Lebenspraktische Kenntnisse erwarb sich der Autodidakt bei unterschiedlichsten beruflichen Tätigkeiten, auf weiten Wanderungen durch Norwegen und später während längeren Aufenthalten in den Vereinigten Staaten von Amerika. 1890 erschien sein Roman »Hunger«, der ihn als Vertreter der Moderne in Norwegen bekannt machen sollte. 1892 wurde mit »Mysterien« der zweite große Roman des Autors veröffentlicht. Es folgten populäre Romane wie »Pan« und »Victoria«. 1920 erhielt er den Literaturnobelpreis für sein Werk »Segen der Erde«. Hamsuns Ruhm als Schriftsteller wird überschattet von seinem aktiven Eintreten für den Nationalsozialismus. Hamsun war ein großer Bewunderer Deutschlands und ein entschiedener Gegner des britischen Imperialismus und des Kommunismus. Entscheidend für Hamsuns antibritische Einstellung war das britische Vorgehen im Burenkrieg. Schon im Ersten Weltkrieg war er für die deutsche Position öffentlich eingetreten. Deutschland symbolisierte für Hamsun das »junge Europa«. Er blieb ein Freund Deutschlands bis zu seinem Tode. Zu seinen Verehrern gehörten Thomas Mann, Hermann Hesse, Robert Musil, Arthur Schnitzler, Jakob Wassermann, Stefan Zweig, Martin Buber, Arnold Schönberg und Alfred Einstein. Sie alle schrieben Beiträge zu der Festschrift, die zu Hamsuns 70. Geburtstag in Deutschland erschien.
Der Übersetzer
Mathilde Mann (1859-1925) erlernte, gefördert von ihrer Familie, die Sprachen Französisch, Englisch, Italienisch sowie Dänisch, Schwedisch und Norwegisch. 1878 heiratete sie den Königlich-Dänischen Konsul Friedrich Johann Bernhard Mann (1853-1910), aus der Familie, der unter anderem Thomas Mann entstammte. In Kopenhagen begann sie, ihre Dienste als Übersetzerin anzubieten und erreichte damit einen hohen Bekanntheitsgrad. 1893 wurde sie durch den Rostocker Senat als Übersetzerin für Nordische Sprachen vereidigt und lebte in Warnemünde. 1895 zog sie nach Altona, 1906 nach Hamburg. In dieser Zeit arbeitete sie vorrangig als Übersetzerin und übertrug Werke von Henrik Ibsen und Hans Christian Andersen ins Deutsche. Der dänische König Frederik VIII. verlieh ihr am 14. November 1910 für ihre Verdienste um die dänische Literatur die Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft. 1911 ging sie wieder zurück nach Dänemark. Als Lektorin für dänische Sprache war sie ab 1921 für die Universität Rostock tätig. Die Universität ehrte sie 1924 als erste Frau ohne akademische Laufbahn mit der Ehrenpromotion zum Dr. phil. h. c. Mathilde Mann starb 1925 in Rostock.
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