Einzeltitel

 

Apollonios

Apollonios Rhodios
Die Argonauten

Mit Illustrationen von Asmus Carstens
und Anselm Feuerbach

Ins Deutsche übertragen und
eingeleitet von Thassilo von Scheffer

268 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 27 Abbildungen
Euro 36,00 [D]
ISBN 978-3-96662-307-0

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Neben Homers Ilias ist dies eines der großen Epen der griechischen Antike


Die Argonautensage

Die Argonautensage ist ein Themenkomplex der griechischen Mythologie und handelt von der Fahrt des Iason und seiner Begleiter nach Kolchis im Kaukasus, der Suche nach dem Goldenen Vlies und dessen Raub. Die Reisegefährten werden nach ihrem sagenhaft schnellen Schiff, der Argo, die Argonauten genannt. Bereits Homer nimmt Bezug auf den Argonautenmythos: In der Odyssee erzählt Kirke dem Odysseus, daß die Argo mit Heras Hilfe erfolgreich durch die Plankten - zwei im Meer treibende überhängende »Irrfelsen«, gegen die eine starke Strömung brandet – gesegelt sei. Die Verwendung des Epithetons πᾶσι μέλουσα (allbekannt, viel besungen) für die Argo zeigt, daß der Mythos bereits bei Abfassung der Odyssee weit verbreitet war. Umfassendere und geschlossene Behandlungen des Stoffes werden Argonautika genannt. Die älteste in sich geschlossene Darstellung des Stoffes sind die vier Bücher der Argonautika des Apollonios von Rhodos aus dem 3. Jahrhundert v. Chr.

Der Neusatz des Textes folgt der Ausgabe Leipzig 1940, erschienen in der Dieterich’schen Verlagsbuchhandlung.

Apollonios_07

Abschied der Argonauten von den Frauen auf Lemnos [Asmus Carstens, Quelle: Boer Verlag]

 

Der Autor

Die näheren Lebensumstände des wahrscheinlich in Alexandria Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr. geborenen Apollonios sind umstritten. Quellen für seine Biographie sind zwei antike Viten und der Artikel über ihn in der Suda. In Alexandria war er Schüler des Kallimachos von Kyrene. Um 270 v. Chr. bis 246 v. Chr. leitete er die berühmte Bibliothek von Alexandria als Nachfolger des Zenodotos von Ephesos. Vielleicht übernahm dann Eratosthenes diesen Posten von ihm. Möglicherweise zerstritt sich Apollonios mit seinem Lehrer Kallimachos wegen abweichender Anschauungen über den Kunstcharakter seines großen epischen Gedichts Argonautika. In der Zeit nach dem Regierungsantritt von Ptolemaios III. Euergetes 246/245 v. Chr. zog er nach einem Mißerfolg, den er mit der ersten Version seines Hauptwerks in Alexandria hatte, auf die Insel Rhodos um, woraus sich wohl sein Beiname Rhodios erklärt. Auf Rhodos brachte er auch die endgültige Fassung der Argonautika heraus. Unsicher ist, ob er auf Rhodos starb oder später wieder nach Alexandria zurückkehrte und dort verschied. Außer seinem Hauptwerk Argonautika verfaßte Apollonios weitere, fast völlig verlorengegangene Arbeiten, so u. a. auf dem Gebiet der Philologie die Schrift Gegen Zenodotos, in der er sich gegen Zenodotos’ Erklärung des antiken griechischen Dichters Homer wandte. Ferner veröffentlichte er epische Gedichte über die Gründung bedeutender Städte wie Alexandria, Naukratis und Rhodos, sowie eine nach der gleichnamigen ägyptischen Stadt benannte Dichtung Kanobos. [Wikipedia]

Apollonios_Medea

Medea mit den Kindern [Gemälde von Anselm Feuerbach, Quelle: Wiki]

 

Der Übersetzer und Herausgeber

Thassilo von Scheffer (1873-1951) war ein deutscher Dichter, der insbesondere durch seine Übersetzungen antiker griechischer Dichtung (u. a. Homers) bekannt geworden ist. Er studierte an den Universitäten in Straßburg, Königsberg und Freiburg i. Br. und wurde 1900 zum Dr. phil. promoviert. Danach lebte er als freier Schriftsteller in München, Berlin und Rom.

Die Illustratoren

Carstens

Asmus Carstens (1754-1798) wurde in Schleswig geboren und lernte zunächst das Handwerk eines Küfers oder er begann dort eine Weinhändlerlehre. Mit zweiundzwanzig Jahren ging er nach Kopenhagen, um dort die renommierte Königlich Dänische Kunstakademie zu besuchen. Allerdings kam er mit dem Akademiebetrieb nicht zurecht. Stattdessen bildete er sich autodidaktisch weiter. Seine Zeichentechnik erarbeitete er sich selbst. Ab 1783 lebte er in Lübeck und verdiente seinen Lebensunterhalt als Porträtmaler. Daneben versuchte er mit allegorischen und mythologischen Arbeiten seine künstlerischen Ideale zu verwirklichen. Er freundete sich mit dem Schriftsteller Karl Ludwig Fernow an, seinem späteren Biographen, der den Maler mit den ästhetischen Schriften Schillers und Kants bekannt machte. 1790 schließlich erhielt er auf Betreiben des Ministers von Heinitz eine Professur an der Akademie in Berlin. 1792 wurde er von der Akademie für einen Aufenthalt in Rom beurlaubt, wo er 1798 verstarb und nahe der Cestius-Pyramide bestattet wurde. Carstens galt als Leitfigur der 1860 gegründeten Kunstschule Weimar.

Anselm Feuerbach (1829-1880) war Schüler von Wilhelm von Schadow, Karl Ferdinand Sohn und Johann Wilhelm Schirmer an der Kunstakademie Düsseldorf. 1848 zog er nach München, 1850 ging er nach Antwerpen anschließend nach Paris. 1854 kehrte er nach Deutschland zurück. Das Jahr darauf trat er mit Scheffel eine Studienreise nach Italien an, die ihn zunächst nach Venedig führte, wo er Tizians Himmelfahrt kopierte. Seine Reise führte ihn 1856 nach Florenz und Rom, wo er sich im Studium von Michelangelo und Raffael allmählich seine eigene, spezielle Richtung ausbildete. Er orientierte sich am historisch-monumentalen Stil, aber auch am Farbenreichtum der venezianischen Malerei, dämpfte aber die Leuchtkraft der Lokalfarben durch graue Zwischentöne. Ab 1857 war Feuerbach Mitglied des Deutschen Künstlervereins in Rom. In Wien wurde er 1871 zum Professor an der Wiener Akademie der Bildenden Künste berufen.

 

 


 

 

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