Einzeltitel

 

Geiger_Masse

Theodor Geiger
Die Masse und ihre Aktion

Ein Beitrag zur Soziologie der Revolutionen

260 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Format 13,5 x 21,5 cm
Euro 38,00 [D]
ISBN 978-3-96662-579-1

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Eine grundlegende Arbeit zu einer Soziologie der Massen und Massenbewegungen


Zum Text

So ergab sich von selbst, daß eine Arbeit über die Masse in breiten Teilen kritisch-polemisch gehalten sein mußte. Dieser mühseligen aber dankbaren Arbeit unterziehen wir uns im ersten Buch und im Anhang. Der produktive Teil der Untersuchungen mußte sich um drei Aufgaben bemühen: um den soziologischen Massenbegriff; um das Wesen der Masse im soziologischen Sinn und ihren Ursprung; endlich um die Funktionen der Masse im sozialen Organismus. Dabei wurde alsbald klar, daß ein soziologischer Massenbegriff nur im Zusammenhang mit dem Revolutions-Phänomen begründbar ist. Es hätte daraufhin nahegelegen, den Plan des Buchs zu ändern und eine Soziologie der Revolution zu schreiben, in der dem Massenproblem ein Kapitel zu widmen gewesen wäre. Dennoch haben wir uns entschlossen, es zunächst bei einer Monographie über die Masse bewenden zu lassen, aus der Soziologie der Revolution aber skizzenhaft gerade soviel zu geben, als notwendig ist, um der Masse ihren soziologischen Ort anzuweisen ... Nur so konnte auf die Belastung des Buchs mit historischen Details und ihrer soziologischen Würdigung verzichtet werden. [Der Autor im Vorwort]

Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe von 1926, erschienen im Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart. Die alte deutsche Rechtschreibung wurde beibehalten.

Der Autor

Geiger

Theodor Geiger (1891-1952), dänischer Soziologe deutscher Herkunft. Geiger wird zu den Klassikern der Soziologie gezählt. Geiger wuchs in Landshut auf, wo er auch sein Abitur ablegte. Ab 1910 studierte er Rechts- und Staatswissenschaften in München, später in Würzburg. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Freiwilliger teil und war von August 1914 bis Dezember 1918 Soldat. Während des Krieges arbeitete er an einer juristischen Dissertation zum Thema Strafvollzug. Noch als Soldat wurde er 1918 von der Universität Würzburg zum Doktor der Rechtswissenschaft promoviert. Anschließend arbeitete er bis 1920 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Statistischen Landesamt in München, danach verlegte er seinen Wohnsitz nach Berlin, wo er Mitglied der SPD wurde. Er arbeitete an der damals neuen Volkshochschule von Groß-Berlin, wo er später als Dozent und ab 1924 als Geschäftsführer wirkte. Geiger lehrte ab 1924 an der Technischen Hochschule Braunschweig, 1929 wurde er dort ordentlicher Professor der Soziologie, zu jener Zeit die erste sozialwissenschaftliche Professur dieser Hochschule. Bahnbrechend wurden Geigers Studien zur sozialen Schichtung der späten Weimarer Republik. Nach der Machtübergabe an Hitler emigrierte Geiger und kam so der staatlich angeordneten Entlassung zuvor. Bis 1943 lebte er in Dänemark und nahm die dänische Staatsbürgerschaft an. Geiger sprach Dänisch, Englisch, Französisch, Norwegisch und Schwedisch. Seine akademische Karriere in Dänemark wurde von der Rockefeller Foundation gefördert. Er arbeitete zunächst an der Universität Kopenhagen. Von 1938 bis 1940 lehrte er als Professor an der Universität Aarhus Soziologie. Nach der deutschen Besatzung Dänemarks befand sich Geiger wieder auf der Flucht, ab 1943 lebte er im neutralen Schweden. Er hielt Gastvorlesungen an den Universitäten von Stockholm, Uppsala und Lund. Nach Kriegsende kehrte Theodor Geiger umgehend nach Aarhus zurück und führte seine Lehrtätigkeit weiter. 1949 war er Mitbegründer der »International Sociological Association« (ISA). Seit 1949 war er korrespondierendes Mitglied der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft. In den Jahren 1951 und 1952 hielt er Gastvorlesungen in Toronto, um dort das Fach Soziologie einzurichten. Auf dem Rückweg nach Dänemark verstarb er auf See. Geigers Schriften befinden sich heute im Theodor Geiger Archiv der TU Braunschweig.

Inhalt

Vorwort
Erstes Buch: Kritische und analytische Grundlagen
1. Zur Kritik des Sprachgebrauchs
2. Wesen und Struktur des Verbands
3. Die Menschenvielheiten und ihre soziologische Struktur
 A. Die Vielheit schlechthin. (Die große Zahl)
 B. Die organisierten Vielheiten

Zweites Buch: Die revolutionäre Masse
A. Herkunft und soziologischer Ort der Masse
1. Die Entstehung der Masse
2. Masse – Demokratie – Proletariat
3. Vom Wesen der Revolution und der revolutionären Rolle der Masse

B. Analyse der revolutionären Masse
1. Wesenheit und Charakter der Masse
2. Die Masse als Gruppe und ihr Geist
3. Die greifbare Gestalt der Masse
 a) Dir Umfang und ihre Dauer
 b) Die Glieder der Masse
 c) Verhalten und Tun der Masse
4. Masse – Mensch. (Das Verhalten des Menschen in der Masse)
 a) Die Ansteckung
 b) Die Suggestibilität
 c) Masse, Intellekt und Ethos
5. Die Ordnung der Masse
 a) Grundsätzliches über die Ordnung
 b) Typen der Führung
 c) Die Führer der Masse
6. Sendung und Wert der Masse
 a) Die historische Sendung der Masse
 b) Der soziologische Wert der Masse. (Masse als soziale Lebensform)

Grenzfälle
Polemischer Anhang: Die Massenpsychologie
A. Die Theorie von Nachahmung, Ansteckung, Suggestion und Illusion
B. Die Theorie von Minderung und Steigerung
Literatur

 

 


 

 

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