Einzeltitel

 

Biondo

Michelangelo Biondo
Von der hochedlen Malerei

Italienisch – Deutsch
Übersetzt und herausgegeben
von Albert Ilg

144 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
28,00 [D]
ISBN 978-3-946619-62-8

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Ein frühes Grundlagenwerk zur Geschichte der Malerei,
das heute zu den Klassikern der italienischen Literatur zählt.


Der Autor

Michelangelo Biondo (1500–1565), geboren in Venedig, praktizierte als Arzt in Neapel; er sprach sich für eine rationellere Behandlung von Wunden und Prellungen aus und empfahl, statt der damals für medizinische Zwecke verwendeten inkongruenten Substanzen kaltes Wasser zu verwenden. An Reichhaltigkeit des Stoffes lassen die vielen literarischen Produkte Biondos kaum etwas zu wünschen übrig. Schon aus dieser Lust, die der Autor an der Arbeit bekundet, geht hervor, daß das Urteil, Biondo sei ein unnützer Sudler gewesen, ein höchst ungerechtes sein dürfte – trotz vieler Gebrechen in Stil und Logik. Das früheste der Werke, deren Daten bekannt sind, ist die Angitia cortigiana, erschienen 1540 in Rom, die Angoscia, Venedig 1542, De diebus decretoriis und die Physiognomia, Rom 1544, De memoria, Venedig 1545; daselbst im folgenden Jahr De ventis und 1549 die Übersetzung des Theophrast und die nobilissima pittura. Biondos zeitweiliger Aufenthalt in der ewigen Stadt ist auch sonst sicher bekannt; einige behaupten, er habe auch Paris und Montpellier besucht. Er starb, Tiraboschi zufolge, nach 1565.

Inhalt

Einleitung | Agli Eccellentissimi pittori di tutta l’Europa | An alle ausgezeichneten Maler von ganz Europa | L’indice del Libro | Inhaltsverzeichnis des Buches | De la nobilissima pittura | Von der hochedlen Malerei | Anmerkungen | Register

Zum Übersetzer und Herausgeber

Albert Ilg (1847–1896) war ein österreichischer Kunsthistoriker. Ilg war ab 1873 Kustos des Museums für Kunst und Industrie in Wien, ab 1876 Kustos in den kaiserlichen Sammlungen (heute: Kunsthistorisches Museum) und dort ab 1884 Direktor der Sammlung von Waffen und kunstindustriellen Gegenständen. Der Mitarbeiter Rudolf Eitelbergers gab in dessen Nachfolge die Quellenschriften zur Kunstgeschichte heraus. Sein Hauptwerk ist die erste Monographie zu Johann Bernhard Fischer von Erlach. Mit diesem Werk ergriff er eine Initiative zur kunsthistorischen Neubewertung des Barocks. Zugleich setzte er sich dafür ein, den Neubarock als österreichischen »Nationalstil« anzusehen. Dazu veröffentlichte er das Pamphlet Die Zukunft des Barockstils. Eine Kunstepistel unter dem Pseudonym Bernini der Jüngere. Nach seinen Vorgaben wurden die Innenausstattung des Kunsthistorischen Museums und der Skulpturenschmuck der Neuen Burg gestaltet. Albert Ilg besorgte auch die Übersetzung von Cennino Cenninis Handbuch über die Malerei, dem Libro dell'arte o trattato della peintura.

Zum Text

Der deutsche Text folgt der Ausgabe Wien 1873, erschienen im Verlag Wilhelm Braumüller in der Reihe »Quellenschriften für Kunstgeschichte und Kunsttechnik des Mittelalters und der Renaissance«. Der italienische Text folgt der Ausgabe 1549 mit dem Titel: Della nobilissima pittura, et della sua arte, del modo, et della dottrina, di conseguirla, agevolmente et presto, opera di Michel Angelo Biondo. Non mai più chiaramente scritta da huomo di tempi nostri, imperò che, qui s’insegna a dipengere, et si tratta di tutte le sue difficoltà di varii squicci et in quanti modi, et di sopra di che si dissegna et penge. Gionti vi sono anchora tutti li Pittori famosi di questa etate, con le loro gloriose pitture et dove, con bellissima pettione di Deca quadri del Auttore. MDXLIX. In Vinegia. Con privilegio decenale. Alla insegna di Appolline. Der deutsche Text wurde auf der Basis der alten deutschen Rechtschreibung modernisiert, Druckfehler stillschweigend korrigiert.

 

 

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