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Dante Alighieri
Monarchie

Lateinisch – Deutsch
Übersetzt von Constantin Sauter

184 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
Euro 36,00 [D]; 37,10 [A]
ISBN 978-3-946619-06-2

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Dante: »Aus all dem ergibt sich klar, auf welchem
Wege die Menschheit eher, ja am ehesten ihre eigentliche Aufgabe erreichen kann. Darum leuchtet es auch ein, daß der Weltfriede das nächstgelegene Hilfsmittel für jene große Aufgabe ist, nach der alle unsere Handlungen letzten Endes zielen.«


Kurzdarstellung

Die »Monarchie« ist das staatstheoretische Hauptwerk Dantes, das wahrscheinlich noch vor dem Tod Kaiser Heinrichs VII. verfasst worden ist (vor 1313), aber doch als Reaktion auf dessen Politik einer Restauratio imperii gesehen werden muss. Kernpunkt ist Dantes Ansicht, dass der Kaiser die Weltherrschaft ausüben müsse, damit die göttliche Ordnung verwirklicht werden kann. Die Monarchie, die in drei Bücher eingeteilt ist, verfasste Dante nach aristotelischen Gesichtspunkten. Er wandte sich mit diesem Text gegen den päpstlichen Herrschaftsanspruch. Oft als Anachronismus und naive Phantasterei gebrandmarkt, reflektierte das Werk doch die mittelalterlichen Vorstellungen von der Universalmacht des Imperiums.

Der deutsche Text des vorliegenden Neusatzes folgt der Ausgabe Freiburg 1913. Die Rechtschreibung blieb entsprechend dieser Ausgabe unverändert. Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Die in den Fußnoten vermerkten Nachweise von Zitaten des Originals wurden im deutschen Text in eckige Klammern gesetzt. Aus der ursprünglich sehr umfangreichen Einführung Sauters haben wir die Angaben zur damaligen Literatur und Überlieferung als Vormerkung dem Dante-Text vorangestellt. Der lateinische Originaltext ist der Wiederabdruck aus der Edition von Karl Witte, De Monarchia libri III codicum manuscriptorum ope emendati, editio altera, Wien 1874, auf die der Übersetzer selbst zurückgegriffen hat.

Zum Autor

Dante Alighieri (1265–1321), in Florenz geboren, stammt aus städtischem Adel. Nur literarisch durch seine Werke bezeugt ist seine Beziehung zu jener Beatrice, der er im neunten Lebensjahr erstmals begegnete und die über ihren frühen Tod (1290) hinaus sein Leben bestimmte. Nach dem Tod des Vaters heiratet er eine Tochter aus der Familie der Donati. Seine Ausbildung erhielt er möglicherweise durch Brunetto Latini. Als Ritter nimmt er 1289 an der Schlacht von Campaldino gegen das ghibellinische Arezzo teil. In den 90er Jahren wird er Prior und reist als Leiter einer Delegation nach Rom. Er gerät zunehmend in die Streitigkeiten der »Weißen« und »Schwarzen« (Guelfen), die die Stadt in zwei feindliche Lager spaltet. Der Tod Heinrichs VII. (1313) zerstört Dantes Hoffnungen auf das Ende der italienischen Zwistigkeiten. Wahrscheinlich noch zur Zeit von Heinrichs Italienfeldzug verfasst Dante die »Monarchia«. Schließlich wird er verbannt und es gelingt ihm auch zeitlebens nicht, in seine Heimatstdt zurückzukehren. Er stirbt 1321 in Ravenna. Doch schon zu Lebzeiten hatte sich sein Ruhm als Dichter der »Göttlichen Komödie« in Italien verbreitet.

 

 

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