Einzeltitel

 

Dickens_Chuzzlewit_1

Charles Dickens
Martin Chuzzlewit

Band 1 (Kapitel 1-26)

Mit Illustrationen von Phiz
Aus dem Englischen von Gustav Meyrink

524 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 25 Abbildungen
Euro 36,80 [D]
ISBN 978-3-947618-56-9

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Dickens_Chuzzlewit_2

Charles Dickens
Martin Chuzzlewit

Band 2 (Kapitel 27-54)

Mit Illustrationen von Phiz
Aus dem Englischen von Gustav Meyrink

512 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 21 Abbildungen
Euro 36,80 [D]
ISBN 978-3-947618-57-6

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Dickens hielt den Roman »Martin Chuzzlewit« für eine seiner besten Arbeiten.

 


Zum Text

»The Life and Adventures of Martin Chuzzlewit« (Leben und Abenteuer des Martin Chuszlewit), bekannter als »Martin Chuzzlewit«, gilt als der letzte von Charles Dickens Schelmenromane. Der Roman erschien in mehreren Fortsetzungen zwischen 1843 und 1844. Der Verkaufserfolg der ersten Fortsetzungen waren im Vergleich zu früheren Werken Charles Dickens' enttäuschend. Als Reaktion darauf änderte Dickens die Handlung und ließ den Titelheld nach Amerika reisen. Dies gab Dickens die Möglichkeit, die Vereinigten Staaten, die er 1842 besucht hatte, satirisch als Wildnis darzustellen, in deren wenigen zivilisierteren Orten überwiegend betrügerische Profitmacher lebten. Das Hauptthema des Romans ist, nach dem von Dickens verfassten Vorwort, die satirische Darstellung von Eigennutz, ein Charakterzug, der alle Mitglieder der Chuzzlewit-Familie kennzeichnet. [Wikipedia]

Die Übersetzung von Meyrink folgt der Ausgabe München 1910-1914, erschienen im Albert Langen Verlag. Die Rechtschreibung wurde entsprechend den Regeln der alten deutschen Rechtschreibung modernisiert.

ickens_Chuzzlewit_1

© Boer Verlag

Inhalt

Martin Chuzzlewit wird von seinem Großvater und Namensvetter aufgezogen. Dieser sehr wohlhabende Mann ist davon überzeugt, dass jeder hinter seinem Geld her ist und hat sich deshalb bereits Jahre zuvor entschlossen, eine junge Waise aufzuziehen. Mary, diese Waise, soll seine Pflegerin im Alter sein. Sein Enkel und Erbe Martin verliebt sich in Mary. Der alte Chuzzlewit verlangt von seinem Enkel, die Verbindung zu lösen und enterbt ihn, als dieser dem nicht nachkommt. Martin Chuzzlewit wird Lehrling bei Mr. Pecksniff, der gleichfalls zu den Verwandten seines Großvaters zählt und mit der Aufnahme des Enkelsohns sich das Wohlwollen des alten Martin sichern möchte. Die Hoffnung ist, dass dieses Wohlwollen auch entsprechend im Testament seinen Ausdruck findet. Martin lernt Tom Pinch kennen. Pinch ist eine freundliche und gutherzige Person, dessen verstorbene Großmutter Pecksniff ihren gesamten Besitz gab, weil sie daran glaubte, dass Pecksniff aus ihrem Enkel einen großen Architekt und Gentleman machen würde. Als der alte Chuzzlewit vom neuen Leben seines Enkels hört, verlangt er von Pecksniff, dass er den mittellosen jungen Chuzzlewit hinauswirft. Diesem Wunsch kommt Pecksniff sofort nach. Der alte Chuzzlewit zieht bei Pecksniff ein und verfällt langsam seinem Einfluss. Während seines Aufenthalts verliebt sich Pinch in Mary, wagt aber nicht ihr seine Liebe zu gestehen, da er von ihrer Beziehung mit dem jungen Chuzzlewit weiß. Einer der geldgierigen Verwandten des alten Chuzzlewit ist sein Bruder Anthony Chuzzlewit, der gemeinsam mit seinem Sohn Jonas ein Geschäft betreibt. Obwohl sie über etwas Wohlstand verfügen, leben sie knauserig. Jonas kann den Tod seines Vaters kaum erwarten, um an das Erbe zu gelangen. Anthony Chuzzlewit stirbt schließlich unter verdächtigen Umständen und hinterlässt sein Geld Jonas. Jonas lernt den skrupellosen Montague Tigg kennen und wird Teilhaber seines betrügerischen Schneeballsystems. Zu diesem Zeitpunkt erkennt Tom Pinch, der nun bereits mehrere Jahre für Pecksniff gearbeitet hat, den wahren Charakter seines Arbeitgebers, denn Mary gesteht ihm dessen unerwünschte Annäherungsversuche. Pecksniff wird Ohrenzeuge der Unterhaltung und entlässt Tom Pinch. Pinch geht nach London, um dort nach Arbeit zu suchen und wird dort zum Retter seiner Schwester Ruth, die von ihren Arbeitgebern misshandelt wird. Die beiden gründen einen gemeinsamen Hausstand und Tom Pinch begegnet John Westlock, der mittlerweile reich geerbt hat. Pinch erhält sehr schnell eine Anstellung bei einem mysteriösen Arbeitgeber mit Hilfe des gleichfalls mysteriösen Mr. Fips. Der junge Chuzzlewit hat sich mittlerweile mit Mark Tapley angefreundet. Mark ist immer großzügig und fröhlich, was nach seiner Meinung nur darauf zurückzuführen sei, dass es ihm materiell gut geht. Martin Chuzzlewit möchte sich mit seinem Großvater versöhnen, der steht aber mittlerweile so unter Kontrolle von Pecksniffs, dass er ihn hinauswirft. Pecksniff wird durch Jonas in das Schneeballsystem einbezogen, der von Tigg erpresst wird. Erst am Ende des Romans wird klar, dass Tigg über Informationen verfügt, dass Jonas seinen Vater getötet hat. Nach seiner Rückkehr trifft der junge Chuzzlewitt wieder auf Tom Pinch. Zeitgleich ermordet Jonas Chuzzlewit Montague Tigg, als das Schneeballsystem in sich zusammenbricht, um zu verhindern, dass er die Informationen nutzt, mit denen er andere erpresst hat. Tom Pinch entdeckt, dass hinter seinem mysteriösen Arbeitgeber der alte Martin Chuzzlewit steckt. Dieser offenbart ihm, dass er am Beispiel von Jonas und Anthony gesehen habe, wie weit Gier führe. Er hätte darauf so getan, als stände er unter dem Einfluss von Pecksniff, und dabei sehr schnell die Bösartigkeit von Pecksniff und die Charakterstärke von Pinch erkannt. Der alte Chuzzlewit gibt auch zu, dass er nur deswegen so verärgert über die Verlobung zwischen Martin und Mary gewesen sei, weil er selbst diese Heirat hätte arrangieren wollen. Er erkennt, wie närrisch seine Verärgerung darüber ist, und Großvater und Enkel versöhnen sich. Martin und Mary sowie Ruth Pinch und John Westlock heiraten. Mary bleibt Tom Pinchs heimliche Liebe bis zum Ende seines Lebens. [Wikipedia]

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© Boer Verlag

Zum Autor

Charles Dickens wurde 1812 in Landport bei Portsmouth geboren. Als sein Vater 1823 ins Schuldgefängnis in London kam, mußte Dickens bereits in der Jugend als Hilfsarbeiter arbeiten. Nach unregelmäßigem Schulbesuch wurde er 1826 Anwaltsgehilfe und arbeitete als Parlamentsberichterstatter für mehrere Zeitungen. Als Reporter beim »Morning Chronicle« begann er seine Skizzen, die in Buchform als »Pickwick Papers« veröffentlicht wurden und ihn berühmt machten. Von 1836 bis 1841 arbeitete er parallel an verschiedenen Romanen. Es folgten Amerikareisen in der vierziger und sechziger Jahren. Von 1858 an trat er in England und später auch in Amerika als Vorleser seiner eigenen Werke auf, und der Andrang war ungeheuer. Dickens starb 1870 im Alter von 58 Jahren an einem Schlaganfall. Seine Schriften sind in ungezählten Ausgaben verbreitet; in den ersten zwölf Jahren nach seinem Tode wurden über 4 Millionen Exemplare allein in England verkauft.

Der Illustrator

Hablot Knight Browne (1815-1882), bekannt als Phiz, war Illustrator der Bücher von Charles Dickens, Charles Lever und Harrison Ainsworth. Als Browne sieben Jahre alt war, verließ sein Vater William Browne die Familie, änderte seinen Namen in Breton und segelte mit veruntreuten Geldern nach Philadelphia, wo er für seine Aquarelle bekannt wurde. William Browne wurde dann von seiner Frau Catherine für tot erklärt. Browne wurde in die Lehre zum Graveur William Finden gegeben, in dessen Atelier er seine einzige künstlerische Ausbildung erhielt. Allerdings war er ungeeignet für die Gravur; obgleich er 1833 einen Preis der Society of Arts für eine Zeichnung von John Gilpin erhielt, gab er das Gravieren im folgenden Jahr auf und begann andere künstlerische Arbeiten mit dem Ziel, Maler zu werden. Im Frühjahr 1836 traf er Charles Dickens, der einen Illustrator für Die Pickwickier suchte. In der Originalausgabe der Pickwickier (zwischen Anfang 1836 und Ende 1837) wurden die ersten sieben Platten von Robert Seymour gezeichnet, der im April 1836 Selbstmord beging. Die nächsten beiden Platten stammten von Robert William Buss. Browne unterzeichnete seine ersten beiden Radierungen mit »Nemo«, aber die dritte mit »Phiz«, seinem zukünftigen Pseudonym. Es sollte besser mit Dickens Pseudonym »Boz« harmonieren. Phiz entwickelte den Charakter Sam Weller grafisch so wie Seymour Pickwick entwickelt hatte. Dickens und Phiz wurden gute Freunde. Andere von Phiz geschaffene Dickens-Charaktere waren Squeers, Micawber, Guppy, Major Bagstock, Mrs Gamp, Tom Pinch und David Copperfield. Die bekanntesten von Phiz illustrierten Bücher Dickens' sind David Copperfield, Die Pickwickier, Dombey und Sohn, Martin Chuzzlewit und Bleak House. Browne fertigte mehrere Zeichnungen für den Punch und entwarf den Umschlag, der ab Januar 1842 für 18 Monate verwendet wurde. Er trug auch zu den Punch Pocket Books bei. Neben seiner Arbeit für Dickens illustrierte er mehr als zwanzig Romane von Lever Phiz (darunter Harry Lorrequer, Charles O'Malley, Jack Hinton und Knight of Gwynne) sowie von Harrison Ainsworth und Frank Smedley. Mervyn Clitheroe von Ainsworth ist einer der bekanntesten Werke des Künstlers. 1867 war er krankheitsbedingt teilweise gelähmt. Nach seiner Gesundung produzierte er viele Holzschnitte. Im Jahre 1878 erhielt er eine Rente von der Royal Academy of Arts. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich nach und nach, bis er am 8. Juli 1882 verstarb.

Der Übersetzer

Gustav Meyrink (eigentlich Gustav Meyer, 1868-1932), war ein österreichischer Schriftsteller und Übersetzer. Bis 1880 besuchte er das Wilhelmsgymnasium in München, dann das Johanneum in Hamburg, bevor er schließlich im Jahre 1883 in Prag sein Abitur machte. Nach dem Besuch der Handelsakademie in Prag (1885-88) wurde Meyrink 1889–1902 Mitinhaber, dann Alleininhaber des Prager Bank- und Wechslergeschäfts Meyer & Morgenstern. Seit 1895 verkehrte Meyrink im Verein deutscher bildender Künstler in Böhmen, in dem u.a. er Rainer Maria Rilke, Emil Orlik, Oskar Wiener und Hugo Steiner begegnete. 1903 ging er nach Wien, wo er die Redaktion der Wiener Satirezeitschrift »Lieber Augustin« übernahm. 1906 folgte ein Umzug nach München. 1907 erhielt Meyrink die bayerische Staatsangehörigkeit. Bis 1908 arbeitete Meyrink für die literarische Monatsschrift »März«. Von 1909 bis 1914 übersetzte er ausgewählte Werke von Charles Dickens. 1915 erschien sein erfolgreichster Roman Der Golem, mit dessen Vorarbeiten er bereits 1907 in München begonnen hatte. 1927 konvertierte Gustav Meyrink vom Protestantismus zum Mahayana-Buddhismus. 1928 kam es zum Verkauf des Hauses in Starnberg, wo Meyrink seit 1920 gewohnt hatte. Am 4. Dezember 1932 starb Meyrink in Starnberg und wurde drei Tage später auf dem Friedhof des Ortes beerdigt. Die Zentren seines literarischen Schaffens waren Prag und München. Als einer der Ersten im deutschen Sprachraum (nach Paul Scheerbart und E. T. A. Hoffmann) verfasste Meyrink phantastische Romane. Während sein Frühwerk mit dem Spießbürgertum seiner Zeit abrechnet, befassen sich seine späteren, häufig im alten Prag spielenden Werke hauptsächlich mit übersinnlichen Phänomenen und dem metaphysischen Sinn der Existenz. Arno Schmidt hielt die Meyrinksche Übersetzung der Dickens-Werke für die beste aller bisher bekannten.

 

 


 

 


 

 

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