Einzeltitel

 

Flaubert_Salambo

Gustave Flaubert
Salambo

Ein Roman aus Alt-Karthago

Mit Illustrationen von Georges-Antoine Rochegrosse,
Victor-Armand Poirson, Gaston Bussière und
Paul Sinibaldi

Übersetzt und mit Anmerkungen von Arthur Schurig

412 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 17 Abbildungen, davon 13 farbig
Euro 44,00 [D]
ISBN 978-3-96662-295-0

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Der Stoff dieses Romans wurde von Mussorgski zu
einer Oper verwendet; 1960 wurde das Buch verfilmt.

 


Zum Inhalt der ersten Kapitel

Salambo, ein historischer Roman, schildert, angelehnt an historische Begebenheiten, den Verlauf des Söldneraufstands, der nach der Niederlage Karthagos im Ersten Punischen Krieg 241 bis etwa 238 v. Chr. in Nordafrika ausbrach. Die Titelfigur Salambo, im Roman die Tochter des karthagischen Feldherrn Hamilkar Barkas, ist indes fiktiv. Ein prunkvolles Festmahl, das in den Gärten Hamilkar Barkas’ ausgerichtet wird, um die bisher nicht entlohnten Söldner zu besänftigen, eskaliert mit der wachsenden Trunkenheit der Söldner. Einige Söldner vergehen sich an den heiligen Fischen der Familie Hamilkars, die sie töten und damit dessen Tochter Salambo auf den Plan rufen. Der libysche Söldner Matho ist von ihrer Erscheinung ebenso hingerissen wie alle übrigen und erregt damit die Eifersucht eines numidischen Prinzen. Das Söldnerheer bricht von Karthago nach Sikka auf, da man ihnen unter dieser Bedingung die Auszahlung ihres Soldes zugesichert hat. Matho hängt völlig lethargisch seinen Gedanken an Salambo nach. Schließlich trifft der Suffet Hanno ein, allerdings nur, um die Söldner weiter zu vertrösten. Da die Söldner nicht Punisch sprechen, können die meisten Hannos Rede aber nicht folgen. Spendius nutzt die Gunst der Stunde, gibt sich als Übersetzer aus, dreht Hanno aber die Worte im Mund um und verstärkt somit den im Heer schon schwelenden Haß auf Karthago. Da taucht auch noch Zarxas auf, Überlebender eines Massakers, das die Karthager an einer Einheit von balearischen Schleuderern verübt haben, die den Auszug des Heeres verpaßt hatte, und schildert die Greueltaten, die er erlebt hat. Hanno flieht mit seiner Leibwache aus der bedrohlichen Lage, und das Heer setzt sich wieder gegen Karthago in Bewegung. Als Letzte verlassen Matho und Spendius die Ebene.

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Zum Text

Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe von 1904, erschienen im Insel Verlag, Leipzig. Der Großteil der Bilder sind erschienen in der französischen Ausgabe »Salammbô«, édition illustrée, Paris, A. Ferroud, 1900. Die französische Erstausgabe erschien 1862.

Der Autor

Flaubert

Gustave Flaubert (1821-1880), französischer Schriftsteller, begann ein Jurastudium, das er jedoch aufgab. Er machte im Jahr 1843 größere Reisen, deren vorläufig letzte ihn 1850/51 in den Vorderen Orient, insbesondere nach Ägypten, führte. Nach der Rückkehr richtete sich Flaubert bei seiner verwitweten Mutter ein und führte mit ihrem und seinem Erbe ein zurückgezogenes Dasein als schriftstellernder Rentier in ihrem Haus in Croisset nahe Rouen. Flaubert schrieb schon seit seiner Jugend unermüdlich, zunächst im Stil der Romantik. Sein erstes gedrucktes Werk wurde schließlich der 1851 begonnene Roman »Madame Bovary«, der 1856 im Feuilleton der Revue de Paris erschien. Der Roman trug ihm sogleich einen Prozeß wegen Verstoßes gegen die guten Sitten ein. DerProzeß wirkte sich letztlich sogar positiv aus, denn er verhalf der Buchversion zu einem Verkaufserfolg. Weniger erfolgreich, aber noch einflußreicher auf die Entwicklungdes europäischen Romans war Flaubert mit »L’Éducation sentimentale« (1869). Die Bovary und die Éducation gelten als epochemachend für die Entwicklung des europäischen Romans. 1862 erschien der im antiken Karthago spielende historische Roman »Salammbô«, zu dessen Vorbereitung Flaubert 1858 nach Tunesien reiste; 1874 erschien »Die Versuchung des heiligen Antonius«; 1877 der seinerzeit erfolgreiche Erzählband »Trois Contes«; 1881 (posthum) der unvollendete, als Satire auf das Durchschnittsbürgertum gedachte Roman »Bouvard et Pécuchet«. Flaubert gilt als einer der besten Stilisten der französischen Literatur und als ein Klassiker des Romans. Zusammen mit Stendhal und Balzac bildet er das Dreigestirn der großen realistischen Erzähler Frankreichs und war Mitglied der Académie française. [Wikipedia]

Der Übersetzer

Arthur Schurig (1870-1929), Philologe, Schriftsteller und Übersetzer studierte von 1906 bis 1910 in Grenoble, Berlin und Leipzig Literaturgeschichte und wurde 1910 promoviert. Als Übersetzer übertrug er vor allem die Werke von Stendhal, Flaubert und Mérimée. Er gab Leopold Mozarts Reisebeschreibungen und Constanze Mozarts Briefe heraus und schrieb eine umfassende Mozart-Biografie. Er lebte zuletzt in Dresden, wo er auch beigesetzt ist.

Die Illustratoren

Gaston Bussière (1862-1929), besuchte die École des Beaux-Arts in Lyon und ging danach nach Paris, um sich unter Alexandre Cabanel weiterzubilden. Er ließ sich überwiegend von seinen Zeitgenossen inspirieren, insbesondere von Gustave Moreau und dem um diese Zeit aufkommenden Symbolismus. Seine Bilder und Graphiken haben oft französische Legenden oder nordische Mythen zum Thema wie die Nibelungen, Tristan und Isolde, Merlin, das Rolandslied, aber auch Romeo und Julia, Ophelia oder Salomé. Oft finden sich teils sehr erotische Walküren in seinem Werk. Bussière stellte auch mindestens zweimal seine Bilder im Salon de la Rose-Croix aus.

Georges-Antoine Rochegrosse (1859-1938), französischer Maler, Illustrator, Plakatkünstler, Radierer und Grafiker. Seine ersten Kunstkurse erhielt er im Atelier von Alfred Dehodencq, in dem auch dessen Sohn Edmond ausgebildet wurde. Anschließend trat er in die Académie Julian ein, wo er sein künstlerisches Studium bei Jules Lefebvre und Gustave Boulanger fortsetzte. Er besuchte die École nationale supérieure des beaux-arts de Paris, um sich weiterzubilden. Zu Beginn seiner Karriere war er als Historienmaler tätig. Später erhielt er ein Stipendium, um eine Studienreise zu unternehmen. 1894 kam er nach Algerien. Durch die Begegnung mit der Kultur Algeriens wurde er ein Maler des Orientalismus. Rochegrosse erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Bronzemedaille der Weltausstellung im Jahr 1889, den Ritterorden der Ehrenlegion im Jahr 1892, die Goldmedaille der Weltausstellung 1899 sowie den Offizierorden der Ehrenlegion 1910. Als Professor in der Kunstakademie in Algier nahm er Einfluss auf Generationen von Orient-Künstlern.

Victor-Armand Poirson (1858-1893), französischer Illustrator. Er illustrierte neben Flauberts Salambo auch Jonathan Swift (1884), Oliver Goldsmith (1885) und Armand Silvestre (1883). Er arbeitete daneben für illustrierte Zeitschriften wie La Vie moderne, Le Chat noir und Le Journal de la jeunesse.

Paul Sinibaldi (1857-1909), französischer Maler, war an der École des Beaux-Arts Schüler Alexandre Cabanel und Alfred Stevens. Mit Unterstützung seiner Lehrer konnte Sinibaldi ab 1881 an den großen jährlich stattfindenden Ausstellungen des Salon de Paris teilnehmen. 1886 wurde er mit dem Prix de Rome geehrt und 1888 erhielt er ein Reisestipendium. Bei der Weltausstellung 1889 in Paris erhielt er eine Bronzemedaille. Zur Weltausstellung 1900 in Paris gewann er eine Silbermedaille. Im selben Jahr wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.

 

 


 

 

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