Einzeltitel

 

Wilhelm_Kreuzzug_1

Wilhelm von Tyrus
Geschichte der Kreuzzüge
und des Königreichs Jerusalem

Aus dem Lateinischen übersetzt von
Eduard und Rudolf Kausler

Erster Band

540 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Euro 48,00 [D]
ISBN 978-3-96662-320-9

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Wilhelm_Kreuzzug_2

Wilhelm von Tyrus
Geschichte der Kreuzzüge
und des Königreichs Jerusalem

Aus dem Lateinischen übersetzt von
Eduard und Rudolf Kausler

Zweiter Band

548 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Euro 48,00 [D]
ISBN 978-3-96662-321-6

LIEFERBAR

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Ein lebendige Schilderung der Kämpfe, Intrigen, Verbrechen und Freunden
der Kreuzzüge sowie der Geschichte des Königreichs Jerusalems


Zum Text

Die Geschichte der Kreuzzüge (Historia rerum in partibus transmarinis gestarum), Wilhelms zweites Werk, ist es, was ihm den Ruhm des größten Geschichtschreibers des Mittelalters erworben hat. So viele Werke über die Kreuzzüge vorhanden waren, hieß doch das seinige vorzugsweise »das Buch der Eroberung.« Er war in der Lage, sich den reichlichsten Stoff verschaffen zu können, denn er war auf dem Schauplatz der Begebenheiten einheimisch. Von einem guten Teil des Vorgefallenen aber berichtet er als Augenzeuge, oder nach Angaben von Augenzeugen. Die Gesundheit des Urteils, die überall das Wahre herauszufinden weiß, die Unbestechlichkeit eines hohen Sinnes, die den Beruf des Geschichtschreibers in seiner ganzen Größe auffaßt, zeigen sich auf jeder Seite seines Werkes. Dazu besitzt er in höchster Ausbildung alle jene Eigenschaften, die der Geschichtschreiber mit dem Dichter gemein haben muß, vor allem die Gabe der anschaulichsten Darstellung, die ihm bei einer Geschichte, die großen Teils eine Geschichte kriegerischer Unternehmungen ist, so sehr zustatten kommt. Wer ein lebendiges Bild von jener großen Zeit bekommen will, wird es nur durch diesen Geschichtschreiber erhalten können, der sein Werk in derselben Begeisterung niederschrieb, welche die Kreuzzüge hervorrief, und selbst einer der größten Charaktere jener Periode war, deren gelehrte und politische Bildung er in sich vereinigte. [Aus dem Vorwort der Übersetzer]

Der Neusatz des Textes folgt der Ausgabe von 1840, erschienen im Verlag Adolph Krabbe, Stuttgart. Die alte deutsche Rechtschreibung wurde beibehalten und behutsam modernisiert. Einige Namen wurden der gängigen Schreibweise angepaßt.

Wilhelm_Jerusalem_1

Die Eroberung Jerusalems, Gemälde des 19. Jhs. [Ausschnitt] © Boer Verlag

Der Autor

Wilhelm von Tyrus (um 1130-1186) war Erzbischof von Tyros, Kanzler des Königreichs Jerusalem und gilt als einer der bedeutendsten Geschichtsschreiber desMittelalters. Er stammte aus einer wohlhabenden, jedoch nicht adligen Familie, die Anfang des 12. Jahrhunderts aus Italien oder Frankreich in das erst 1099 gegründete Königreich Jerusalem ausgewandert war. Um das Jahr 1145 ging Wilhelm in den Westen, um dort fast 20 Jahre lang zu studieren. Sein Studium der freien Künste begann er in Paris. 1155 wechselte er zur Theologie und führte es ab 1160 in Orléans fort. Von dort ging er 1161 oder 1162 nach Bologna, um an der dortigen berühmten Universität Rechtswissenschaften zu studieren. 1165 kehrte er ins Heilige Land zurück, wurde Kanonikus an der Bischofskirche von Akkon und erhielt am 1. September 1167 von Erzbischof Friedrich von Tyrus die Weihe zum Erzdiakon. Im Frühjahr 1167 trat er in die Dienste von König Amalrich I. von Jerusalem, der ihn dazu brachte, die Geschichte der Kreuzfahrerstaaten zu schreiben. Wilhelm war auch der Erzieher des Königssohns, des späteren Königs Balduin IV., der ihn nach seiner Thronbesteigung 1174 zum Kanzler des Königreichs Jerusalem ernannte. Um das Jahr 1170 begann er mit seiner Chronica, die trotz mancher Mängel ein beachtliches Werk und eine wichtige Quelle für die Geschehnisse in Outremer darstellt. Wilhelm von Tyrus benutzte (wie Albert von Aachen) überlieferte wie auch verschollene Quellen. Bedeutend ist, daß ihm als Kanzler und Hofhistoriker die Urkunden aus den Archivkammern des Königreiches zur Verfügung standen. 1175 erhielt Wilhelm die Weihe zum Erzbischof von Tyrus. 1179 nahm er am 3. Laterankonzil teil und verbrachte bei seiner Rückkehr nach Jerusalem sieben Monate am Hofe des byzantinischen Kaisers Manuel I. Komnenos. 1184 trat er vom Amt des Kanzlers zurück.

Der Übersetzer

Eduard Kausler (1801-1873), studierte in Tübingen, Göttingen und Berlin Jura, sowie germanistische und romanistische Mediävistik. Ab 1826 durchlief er eine Karriere am königlich-württembergischen Haus- und Staatsarchiv in Stuttgart, die er 1857 mit dem Amt des Vizedirektors krönte. Besondere Verdienste erwarb er sich um die Niederlandistik und die Lusitanistik sowie um das Württembergische Urkundenbuch. Kausler war auch 1842 Mitbegründer der Bibliothek des Litterarischen Vereins in Stuttgart. Zusammen mit seinem Bruder Rudolf Kausler (1811-1874) übersetzte er das vorliegende Werk. Rudolf Kausler war protestantischer Pfarrer zuletzt in Klein-Eislingen bei Göppingen.

 

 


 

 


 

 

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