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Heinrich Pigge
Die religiöse Toleranz
Friedrichs des Großen

nach ihrer theoretischen und praktischen Seite
Auf Grundlage der Quellen

336 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
Euro 58,00 [D]; 59,70 [A]
ISBN 978-3-924963-41-5

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Verwirklichung ideeller Werte
am Beispiel Friedrich des Großen


Kurzdarstellung

Die Toleranz Friedrichs beruhte auf dem Rationalismus. Der Rationalismus begünstigte ein gleiches Verhältnis aller Religionen zum Staate, weil er letzteren nach dem hervorragendsten Grundsatz seiner Staatstheorie als an sich konfessionslos ansieht und ihm lediglich das Recht, über die politische Gesinnung, jedoch nicht über die religiösen Meinungen der Bürger zu wachen, zuschreibt. Dieses Staatsideal suchte Friedrich zu verwirklichen ... Allerdings hat das Bestreben des Königs, ein friedliches, tolerantes Nebeneinanderleben der Konfessionen zu ermöglichen, auch vielen Segen gestiftet, und es besteht kein Zweifel, daß die landesväterliche Sorge des Königs gerade in diesem Punkte nicht ihren kleinsten Triumph feierte. Der Begriff der religiösen Toleranz, der auf den konfessionellen Staat angewandt, die Duldung bezeichnet, welche eine herrschende Konfession und der ihr huldigende Staat anderen nicht gleichberechtigten Religionen und Konfessionen unter steter Wahrung seiner superioren Stellung angedeihen läßt, ist für Friedrich in der Theorie wenigstens identisch mit Gleichberechtigung aller Konfessionen vor dem an sich konfessionslosen Staate, praktisch hat jedoch auch unter Friedrichs des Großen Regierung, wenn auch nicht so ausgeprägt, die protestantische Konfession die herrschende gebildet.

Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der Ausgabe Mainz 1899. Die Rechtschreibung blieb entsprechend dieser Ausgabe unverändert. Dies ist kein reprografischer Nachdruck. Der Text wurde neu gesetzt, durchgesehen und teilweise verbessert.

Inhalt

Vorrede
Erster Teil : Ansichten Friedrichs des Großen auf dem Gebiete der religiösen Toleranz
1. Kapitel. Friedrichs des Großen Toleranz, das Ergebnis seiner religiös-philosophischen Anschauungen
2. Kapitel. Friedrichs Toleranz, der Ausfluß der Ansichten über seine Herrscher-Stellung und -Aufgabe
3. Kapitel. Friedrichs Toleranz, hervorgerufen durch die Überzeugung von den Vorteilen des Bestehens der Religionen im Staate und von der Nutzlosigkeit der Intoleranz

Zweiter Teil : Thaten Friedrichs des Großen auf dem Gebiete der religiösen Toleranz
1. Kapitel. Toleranz Friedrichs II. gegen die Philosophen und Schwärmer
2. Kapitel. Die Censur
3. Kapitel. Friedrich der Große in seinem Verhältnis zur lutherischen und reformierten Kirche
4. Kapitel. Stellung des Königs zu den religiösen Sekten damaliger Zeit in Preußen. Die sogenannten Winkelandachten
5. Kapitel. Die Juden unter Friedrichs Herrschaft in Preußen
6. Kapitel. Stellung des Königs zu dem katholischen Schlesien von der Besitzergreifung bis zu dem Plane der Errichtung des General-Vikariats
7. Kapitel. Der Plan der Errichtung eines General-Vikariats. Scheitern des Planes und Ersatz zur Regelung der kirchlichen Angelegenheiten höherer Instanzen
8. Kapitel. Der Koadjutorstreit. Schaffgotsch’s Wahl zum Abte des Stiftes auf dem Sande; seine Ernennung zum Bischof von Breslau und Bestätigung durch Papst Benedict
9. Kapitel. Die Nomination zu geistlichen Würden und Beneficien
10. Kapitel. Friedrichs Stellungnahme zu seinen katholischen Unterthanen im allgemeinen: Mißtrauen gegen katholische Beamte und die katholische Geistlichkeit, Durchführung des Princips, fremden Einfluß fernzuhalten
11. Kapitel. Fortsetzung: Die Besteuerung des geistlichen Besitzes. Die Bestimmungen über das Kapital der »toten Hand«. Die Anfänge der Säkularisation geistlichen Besitzes
12. Kapitel. Fortsetzung: Verminderung der Welt- und Klostergeistlichkeit. Beschränkung der katholischen Feiertage als Folge der Herabsetzung der protestantischen. Das dadurch veranlaßte endgültige Zerwürfnis Schaffgotsch’s mit Friedrich und die Einrichtung der Censur geistlicher Erlasse
13. Kapitel. Die Stellungnahme Friedrichs des Großen zum ­Jesuitenorden in Preußen
14. Kapitel. Friedrichs Stellung zum Katholicismus und Protestantismus in ihrer gegenseitigen Beziehung: Gewährung umfangreicher Gewissensfreiheit für die Angehörigen beider Konfessionen. Koncessionen zum Kirchen- und Schulenbau, Verstattung von Geistlichen
15. Kapitel. Fortsetzung: Friedrichs Bemühen um die Eintracht unter den Hauptkonfessionen und die Vermeidung aller Verkürzung der gegenseitigen Rechte
16. Kapitel. Die Bestimmungen über die Vornahme der Parochialhandlungen, über die Stolrechte sowie die sonstigen Abgaben an Geistliche anderer Konfession
17. Kapitel. Friedrichs des Großen Grundsätze und Entscheidungen in betreff der Eheschließungen im allgemeinen. Gemischte Ehen. Causae matrimoniales. Die religiöse Erziehung der Kinder gemischter Ehen und der annus discretionis
Anhang

Zum Autor

Heinrich Pigge (1875–1931) war promovierter Altphilologe und Historiker; er arbeitete als Gymnasiallehrer und Schulleiter u. a. in Linz, Münster und Beckum. Als Mitautor des »Lehrbuchs der Weltgeschichte« (Münster 1895–1897) machte er sich einen Namen. Er war Herausgeber der Fabeln des Äsop und des Phädrus sowie Autor einer Geschichte der Griechen, Römer und Germanen bis auf die Zeit Karls des Großen (1913).

 

 

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