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Bruno Eroici furori

Giordano Bruno
Eroici furori
Zwiegespräch vom Helden und Schwärmer

Ins Deutsche übertragen
von Ludwig Kuhlenbeck

372 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
39,80 [D]
ISBN 978-3-96662-207-3

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Brunos erotisch-ästhetische Abhandlung, eingebettet in den Rahmen seiner kosmischen Physik und Metaphysik.


Zum Text

Was ich also verabscheue, ist lediglich jene übertriebene und unmäßige Liebesleidenschaft, der manche so sehr unterliegen, daß sie sich vor ihr mit dem Geiste zu Sklaven erniedrigen und ihr die höheren und edleren Kräfte der vernünftigen Seele dienstbar machen. In Anbetracht dessen wird kein keusches und züchtiges Weib sich über meine natürlichen und wahrhaften Äußerungen entrüsten und sich dadurch verletzt fühlen, vielmehr mir dafür Beifall und Liebe zollen dürfen, indem auch ihr selber vom passiven Standpunkte aus eine derartige Liebe der Frau zum Manne nicht minder tadelnswert erscheinen muß, als ich vom aktiven Standpunkte aus jene Liebe der Männer zu den Frauen gemißbilligt habe. Indem also dies meine Gesinnung, meine Anschauung und Erklärung ist, beteure ich, daß meine erste und hauptsächliche, meine mittelbare und nebensächliche, meine endgültige und ausschließliche Absicht bei diesem Werke nichts anderes war und ist, als die Darstellung nicht einer gewöhnlichen, sondern einer heroischen Liebe, einer göttlichen Anschauung, die in zwei Hauptteile zerfällt, deren jeder wieder in fünf Dialoge eingeteilt ist. [Aus dem »Vorwort des Nolaners«]

Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der Ausgabe Jena 1904, erschienen im Eugen Diederichs Verlag als Band 5 der »Gesammelten Werke«; er wurde auf der Grundlage der alten deutschen Rechtschreibung behutsam modernisiert. Offensichtliche Druckfehler wurden stillschweigend korrigiert.

Der Autor

Bild Giordano_Bruno

Giordano Bruno (1548–1600), war ein italienischer Priester, Dichter, Philosoph und Astronom. Er wurde durch die Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Am 12. März 2000 erklärte Papst Johannes Paul II. nach Beratung mit dem päpstlichen Kulturrat und einer theologischen Kommission, die Hinrichtung sei nunmehr auch aus kirchlicher Sicht als Unrecht zu betrachten. Bruno postulierte die Unendlichkeit des Weltraums und die ewige Dauer des Universums. Damit stellte er sich der damals herrschenden Meinung einer in Sphären untergliederten geozentrischen Welt entgegen. Viel schwerer wog damals, dass seine pantheistischen Thesen von einer unendlichen materiellen Welt keinen Raum für ein Jenseits ließen, da zeitliche Anfangslosigkeit des Universums eine Schöpfung und dessen ewiger Bestand ein Jüngstes Gericht ausschlossen.

Zum Übersetzer und Herausgeber

Ludwig Kuhlenbeck (1857–1920), geboren in Osnabrück, gestorben in Jena, war  Jurist (Jhering-Schüler) und Universitätsprofessor in Lausanne.

 

 


 

 

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